Erst am Ende wird es deutlich

Erles Torwart Maciej Zengerski hielt, was zu halten war. In dieser Szene rettet er zusammen mit seiner Abwehr vor Daniel Schmitz (links).
Erles Torwart Maciej Zengerski hielt, was zu halten war. In dieser Szene rettet er zusammen mit seiner Abwehr vor Daniel Schmitz (links).
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Der SV Horst-Emscher 08 hat seine Pflichtaufgabe erfüllt. Der Westfalenligist besiegte im Achtelfinale der Fußball-Stadtmeisterschaft auf eigenem Platz Auf dem Schollbruch die DJK Eintracht Erle mit 3:0 (0:0). Allerdings taten sie die drei Klassen höher spielenden Horster gegen den A-Kreisligisten überaus schwer.

Horst.. Der SV Horst-Emscher 08 hat seine Pflichtaufgabe erfüllt. Der Westfalenligist besiegte im Achtelfinale der Fußball-Stadtmeisterschaft auf eigenem Platz Auf dem Schollbruch die DJK Eintracht Erle mit 3:0 (0:0). Allerdings taten sich die drei Klassen höher spielenden Horster gegen den A-Kreisligisten überaus schwer.

Jörg Krempicki übergab für dieses Spiel die Traineraufgaben an seinen Co Simon Talarek. Krempicki übte zu Beginn der Partie mit einigen Spielern am Kopfballpendel. Dann setzte er sich auch mal auf die Trainerbank, ehe er im Laufe der zweiten Halbzeit diese dann doch verließ und sich lieber am Rande der Bande unterhielt.

Jörg Krempicki sah aber noch die aus Erler Sicht vielleicht entscheidende Szene des Spiels. Es waren gerade drei Minuten in der zweiten Halbzeit der zweimal 35 Minuten dauernden Partie gespielt, als Erles Dennis Schmidt den Horster Gökhan Yavuz direkt vor der Horster Bank von hinten umsäbelte. Schiedsrichter Selcuk Demir zückte sofort die Rote Karte gegen den Eintracht-Stürmer. Eine zu harte Entscheidung, wie auch Simon Talarek nach dem Spiel sagte: „Da hätte der Schiedsrichter ein wenig Fingerspitzengefühl zeigen können.“ Und Erles Trainer Ludwik Harelik sagte: „Ein dummes Foul. Damit schadet er dem Team auch in der Meisterschaft.“ Denn Dennis Schmidt wird am Wochenende gesperrt zuschauen müssen.

„Macht das Beste draus“, rief Ludwik Harelik seinen Spielern nach dem Platzverweis zu. Bis zu dieser Szene schlug sich die Eintracht bravourös gegen den Westfalenligisten. Zwar waren die Horster feldüberlegen, doch ließen sie zu viele Chancen liegen. Harelik machte sich auch in den nächsten Minuten noch Hoffnungen. „Wir müssen irgendwie ins Elfmeterschießen kommen“, rief er.

In der 56. Minute aber war der Traum zerplatzt. Gökhan Yavuz traf zum 1:0 für Horst 08. Fast hätte Christian Kottkamp dann die Erler jubeln lassen, doch freistehend scheiterte er an Horsts Keeper Cedric Scheffler (63.). Kurz darauf sorgten Tolga Cengelcik (64.) und Daniel Schmitz (67.) mit ihren Treffern für den 3:0-Endstand.

„Wir wollten die Horster ein wenig ärgern. Das ist uns hervorragend gelungen. Ich bin nicht unzufrieden“, sagte Ludwik Harelik nach der Partie. Auch Simon Talarek, der wie Harelik auf zahlreiche A-Jugendliche setzte, war zufrieden. „Das ist eine reine Kopfsache. Erle hat uns gut gefordert. Wir haben aber verdient gewonnen“, sagte der Horster Co-Trainer.