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U 19: FC Schalke 04

Elgert-Team fehlt der Pfiff

15.04.2012 | 19:31 Uhr
Elgert-Team fehlt der Pfiff
Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

Köln.   Nach zuletzt 14 Partien ohne Niederlage unterliegen die A-Junioren des FC Schalke 04 im Top-Spiel der Bundesliga beim Tabellenzweiten Bayer 04 Leverkusen mit 0:2. „Von der Einstellung her und vom Kämpferischen her hat die Mannschaft heute alles gegeben“, sagt Norbert Elgert.

Bayer 04 Leverkusen -
FC Schalke 042:0 (0:0)

Tore: 1:0 Okan Aydin (59.), 2:0 Jonas Meffert (67.).

FC Schalke 04: Raeder - Babic, Ayhan, Kolasinac, Borgmann - Zander (68. Korczowski), Baus - Harder (62. Gödde), Lennertz (40. Krempicki, 81. Fagasinski) - Max, Hofmann.

Ob es jetzt wirklich noch einmal spannend wird? Jedenfalls ist Vorsprung der A-Junioren des FC Schalke 04 in der Staffel West der Fußball-Bundesliga auf sieben Punkte geschrumpft. „Bei Unentschieden oder einem Sieg wären wir wohl durch gewesen“, sagte Trainer Norbert Elgert nach der 0:2 (0:0)-Niederlage beim Tabellenzweiten Bayer 04 Leverkusen. Sind die Schalker denn auch so fünf Spieltage vor dem Saisonende durch? „Ja“, sagte der zufriedene Bayer-Coach Jörg Behnert. Aber? „Wir wollten alles tun, um dranzubleiben und die Liga attraktiv zu halten.“ Gelungen.

Immerhin: Die Liste der Ausfälle hatte sich um einen Spieler reduziert. So stand Nils Zander vor 510 Zuschauern, zu denen auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler gehörte, auf dem Hauptplatz des Jugendfußball-Zentrums Kurtekotten in der Schalker Startelf. Eine blaue Manschette schützte den gebrochenen rechten Daumen. Das half jedoch auch nicht, um das wohl entscheidende Manko zu beheben. „Wir waren spielerisch gehandicapt“, sagte Norbert Elgert und erklärte den damit über weite Strecken doch unpfiffigen Auftritt seines Teams. „Wir waren durch die vielen Ausfälle rein fußballerisch etwas limitiert.“ Da war am Sonntag niemand im weißen Gazprom-Trikot, der für Kreativität wie etwa Max Meyer, der bei der U-17-Nationalmannschaft ist, oder Ridvan Balci sorgte, der seine Gelb-Sperre abbrummen musste.

Die königsblaue U 19, die zuletzt am 2. Oktober gegen Borussia Mönchengladbach verloren hatte (0:3) und anschließend 14-mal hintereinander nicht mehr, nahm zunächst überhaupt keine Fahrt auf. Und es war schon eine Überraschung, dass Norbert Elgert nach 40 Minuten lediglich Silas Lennertz, den Mann von linken Flügel, auswechselte. Der Bedarf auf dem rechten Flügel, auf dem sich Tammo Harder zum Synonym für Ballverlust entwickelte, war mindestens genauso groß.

Dennoch: Zur Pause hätten die Schalker führen können. Nachdem Sead Kolasinac den Ball verlängert hatte, „brauchte Kaan Ayhan nur noch einzunicken“, sagte Trainer Norbert Elgert. Machte der Innenverteidiger jedoch nicht. „Da mussten wir 1:0 führen.“

Zu diesem Zeitpunkt, also in der Schlussphase der ersten Hälfte, hatten die Leverkusener das Spiel jedoch schon mehr und mehr an sich gerissen – eben auch, weil sie deutlich kreativer auftraten als die Schalker. Und nach 59 Minuten war es dann passiert. „Ein sensationell gut getretener Freistoß, der keiner war“, sagte Norbert Elgert. Lob also für für den Torschützen Okan Aydin und Kritik an Schiedsrichter Markus Wollenweber (Mönchengladbach). „Das war definitiv kein Freistoß“, sagte Schalkes Coach, der kein Foulspiel erkannt hatte. Die Leverkusener führten aber mit 1:0, und zwar verdient.

Als nur acht Minuten später Jonas Meffert mit einem platzierten 15-Meter-Linksschuss auf 2:0 erhöhte, versuchten Norbert Elgert zwar noch einmal, dem Spiel seines Teams neue Impulse zu geben. Er wechselte Noah Korczowski ein, so dass dieser in die Innenverteidigung rückt und sich Kapitän Sead Kolasinac mehr um die Offensive kümmerte. Aber es passierte bis auf zwei Distanzschüsse von Merlin Baus und Kaan Ayhan, die Paul Schünemann problemlos parierte, nichts mehr.

Trotz der dritten Saison-Niederlage war Norbert Elgert weit davon entfernt, seiner Mannschaft einen Vorwurf zu machen. „Von der Einstellung her und vom Kämpferischen her hat sie heute alles gegeben“, sagte er. „Die Jungs dürfen ja auch mal verlieren. Wenn sie permanent gut investieren und ihr Bestes geben.“

Andree Hagel



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