Ein rundum gelungenes Turnier

Platz zwei bei den Damen: Daniela Löchter vom TC Deuten.
Platz zwei bei den Damen: Daniela Löchter vom TC Deuten.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Spieler, Zuschauer und der Gastgeber Tennis-Club Buer erlebten zwei Wochen lang guten Tennissport bei den Offenen Stadtmeisterschaften. Rund 200 Zuschauer am Finaltag an der Gysenbergstraße.

Buer..  Es war ein schöner Abschluss der Offenen Gelsenkirchener Stadtmeisterschaften beim Tennis-Club Buer Schwarz-Weiß-Grün. Es war nicht zu warm, es blieb lange hell, so dass noch bis in den Abend hinein auf der Anlage an der Gysenberg­straße gespielt wurde. Alle fühlten sich sichtlich wohl, die Spieler und auch die vielen Zuschauer, die größtenteils guten Tennissport zu sehen bekamen.

Auch Hermann Maas, der Vorsitzende des TC Buer, der nach einem anstrengenden Tag als Schulleiter in Recklinghausen den Abend ausklingen ließ, blickte zufrieden drein. Schließlich hatten er und seine Mitstreiter, wie etwa Turnierleiter Rüdiger Jansen, in zwei Wochen alles im Griff gehabt. Und dass, obwohl nur kurz vor den Stadtmeisterschaften mit den Westfälischen Meisterschaften noch ein großes Turnier auf der heimischen Anlage ausgetragen worden war. „Wir nehmen uns keine Ruhe“, sagte Hermann Maas. „Viel Leben ist besser als eine ruhige Anlage.“

Die Plätze auf der Anlage waren in einem sehr guten Zustand. Dafür sorgten auch die Platzwarte, die morgens schon ab sechs Uhr mit der Pflege der Anlage beginnen, ehe die ersten zum spielen kommen. Das einzige Problem ist aber, dass die Mitglieder des TC Buer während der Turniere nicht so oft trainieren können. „Da muss man cool bleiben“, sagte Hermann Maas, als wieder ein Mitglied meckerte. Für den Verein hängt natürlich auch viel Geld an solchen Turnieren. Maas: „Wenn wir nicht große Turniere ausrichten, dann müssten die Mitglieder etwa 40 Euro pro Jahr mehr Beitrag zahlen.“

Dass man vielleicht auch gute Spieler während dieser Turniere auf der Anlage spielen sieht, ist ein anderer Grund. Eine dieser guten ist auch Katharina Rath, die Gelsenkirchenerin, die in der 2. Bundesliga für den RTHC Leverkusen spielt und vor kurzem noch die Deutsche Hallenmeisterschaft der Damen 30 gewonnen hatte. Sie war in Buer im Einzel nicht am Start, dafür aber im Mixed mit ihrem Mann Markus und im Doppel mit ihrer Schwester Julia. Beide Wettbewerbe gewannen sie auch. Und beide Endspiele zogen am Freitag viele Zuschauer an. Das Mixed-Finale etwa sahen fast mehr Zuschauer als das Herren-Finale auf dem Hauptplatz.

Am Endspieltag waren knapp 200 Zuschauer und Spieler auf der Anlage. Dass es bei diesem Andrang mit Parkplätzen eng werden würde, war klar. Doch anstatt ein wenig weiter weg zu parken, stellten einige einfach die Feuerwehrzufahrt dicht. So musste Buers Sportwart Klemens Holz doch mal zum Mikrofon greifen, um die Fahrer höflich darauf aufmerksam zu machen, ihre Fahrzeuge wegzufahren – notfalls auch mitten im Spiel.

Dass in den Finals am Freitag viele Gelsenkirchener Spieler vertreten waren, war auch gut für den Tennis-Club Buer. Denn einige brachten ihre eigenen Fangruppen mit, die es sich außerhalb des Platzes bequem machten, wie etwa Uwe Külbel und Peter Waida vom PSV Gelsenkirchen. Die Unterstützung nutzte diesen beiden aber nichts. Sie verloren das Endspiel im Doppel der Herren 55.