Ein ganz schlechter Abschluss

Was war denn nur zum Saisonende los? Schalkes Coach Raphael Wilder knöpft sich Trevin Parks vor.
Was war denn nur zum Saisonende los? Schalkes Coach Raphael Wilder knöpft sich Trevin Parks vor.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der FC Schalke 04 enttäuscht zum Saisonausklang der 1. Regionalliga und verliert beim in allen Belangen besseren Vizemeister in Münster mit 61:84.

Münster.. Am Ende hatten beide Mannschaften ihr Ziel verpasst. Der UBC Münster, weil er im Fernduell mit den RheinStars Köln um den Meistertitel in der 1. Regionalliga der Basketballer das Nachsehen hatte. Und auch der FC Schalke 04, weil es ihm nicht gelang, drei Tage nach dem Gewinn des WBV-Pokals noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Der Saisonausklang geriet zu einer eindeutigen Angelegenheit. Die Münsteraner besiegten die Königsblauen mit 84:61 (27:15, 21:11, 18:17, 18:18), aber das reichte nur zum Vize-Titel, weil die Kölner gleichzeitig gegen Wulfen mit 82:62 gewannen.

„Es ist schade, dass wir eine gute Saison so beendet haben“, meinte Schalkes Head-Coach Raphael Wilder nach der höchsten Schlappe seiner Mannschaft in der nunmehr abgelaufenen Spielzeit. Um kein Risiko einzugehen, hatte ihm sein Arzt geraten, vier Tage nach seiner Operation am Auge nicht vor Ort zu sein. Aber der 61-Jährige ließ es sich dann doch nicht nehmen, zum Horstmarer Landweg nach Münster mitzufahren. „Vielleicht wäre ich mal besser zu Hause geblieben“, meinte er nach der Schlusssirene angesichts der dürftigen Vorstellung des Tabellenvierten aus Gelsenkirchen.

Das Spiel hatten die Schalker im Grunde bereits in der ersten Halbzeit verloren. Sie lagen in der ausverkauften Universitätssporthalle mit 28:46 zurück und waren den Münsteranern in allen Belangen unterlegen. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen. Wir waren chancenlos von Anfang an“, haderte Raphael Wilder. „Die Münsteraner zeigten sich physisch stark und aggressiv. Ich hatte das Gefühl, dass wir dem Druck nicht gewachsen waren, obwohl der Druck eigentlich auf Seiten des Gegners lag.“ Ab dem dritten Viertel hielten die Gäste die Partie immerhin ausgeglichen. Der Rückstand wuchs nur noch um einen Punkt an. „Hätten wir von Beginn so agiert, wäre vielleicht etwas möglich gewesen“, so Schalkes Coach. Überragender Akteur auf dem Platz war Münsters Dallis Johnson, der 25 Punkte machte und 18 Rebounds holte. Bei den Schalkern kam nur Patrick Carney auf einigermaßen gute Quoten. Er zeichnete für 18 Korberfolge verantwortlich, aber festzuhalten bleibt auch, dass beim Gast nur etwa jeder dritte Wurf ins Ziel fand und dass ein Trevin Parks bei einer Spielzeit von über 14 Minuten nur mit vier Freiwürfen erfolgreich war. Insgesamt nur 61 Punkte geben ein schwaches Bild ab für ein Team, das in dieser Saison den besten Angriff gestellt hat, zeugen aber auch davon, wie stark der UBC Münster in der Verteidigung war. „Wir waren hilflos, ohne Ideen“, meinte Raphael Wilder. „Die Niederlage geht auch in dieser Deutlichkeit in Ordnung. Wir sind natürlich alle sehr unzufrieden mit dieser Leistung.“