Ein europäischer Sieger
01.08.2010 | 20:54 Uhr 2010-08-01T20:54:00+0200
Es war eine gute Premiere. Zum ersten Mal fand in Horst ein Profi-Radrennen statt. Zahlreiche Sportler, die die Zuschauer von den Rennen in Beckhausen kennen, waren auch bei der „Nacht der Revanche“ rund um die Essener Straße im Einsatz.
Michael Zurhausen vom RC Olympia Buer und die Horster Werbegemeinschaft sorgten für eine perfekte Organisation. Doch einen Einfluss auf das Wetter hatten sie nicht. So fing es kurz nach dem Start zum Hauptrennen um den „Großen Preis der Horster Werbegemeinschaft“ über 70 Runden an zu regnen. Der trockene Straßenbelag wurde nun etwas rutschig, was zur Folge hatte, dass einige Fahrer in den Kurven stürzten und auch aufgeben mussten.
Die Gunst der Stunde nutzten drei Fahrer, um sich vom Feld abzusetzen. Giuseppe Atzeni, Alexander Gajewiak und Florian Schweter fuhren davon und vergrößerten ihren Vorsprung Runde um Runde. 25 Runden vor Schluss lagen sie fast eine Minute vor dem Hauptfeld. Man hatte fast den Eindruck, dass die dreiköpfige Spitzengruppe das Feld einholen würde. Auf der langen Zielgeraden war das Führungsfahrzeug der drei Spitzenfahrer schon zu sehen, als der letzte Fahrer gerade die Start- und Ziellinie überquert hatte.
Im Feld wurde dann doch reagiert, und neun Fahrer versuchten noch nach vorne zu fahren. In der Spitzengruppe tat sich fünf Runden vor dem Ende aber auch etwas. Giuseppe Atzeni und Alexander Gajewiak fuhren dem starken Sprinter Florian Schweter davon, aus Angst im Zielsprint unterlegen zu sein.
Vier Runden vor Rennschluss gab es dann doch die erste Überrundung. Tim Gajewiak, der Cousin von Alexander, war der Pechvogel und musste aussteigen. Drei Runden vor Schluss fuhr die Verfolgergruppe auf Florian Schweter auf. Der dritte Platz war nun wieder völlig offen.
Nach 70 Runden auf dem knapp einen Kilometer langen Rundkurs durch die Horster Innenstadt war es schließlich Giuseppe Atzeni, der sich auf der Zielgeraden gegen Alexander Gajewiak vom RC Bocholt durchsetzte. Bester der Verfolgergruppe und damit Dritter wurde Sebastian Flaskamp vom Team Hürtgenwald.
Apropos Giuseppe Atzeni: Der Sieger ist in ganz Europa zuhause. In Sardinien geboren, wohnt er nun im schweizerischen Zürich. Und seine Freundin kommt aus Forst in der Lausitz, wie Michael Zurhausen verrät. Nach dem Rennen ging es für die meisten Fahrer schon wieder weiter zum nächsten Event. Giuseppe Atzeni war dann schon wieder in der Schweiz am Start.
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