Dritter Meistergrad für drei Bueraner

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Gelsenkirchen..  Zum neunten Mal fand im Karate-Dojo Gelsenkirchen-Buer eine Prüfung zum ersten bis fünften Meistergrad im Shotokan-Karate statt. Das Prüfergremium war mit Bernd Milner und Rainer Katteluhn hochkarätig besetzt.

Bernd Milner ist aktuell mit dem neunten Dan der höchstgraduierte Karateka der Stilrichtung Shotokan im Deutschen Karate Verband. Rainer Katteluhn trägt bereits den siebten Dan und wird als Dojo-Leiter des Karate-Dojo Buer auch überregional geschätzt.

Nicht zuletzt deshalb fanden insgesamt siebzehn Prüflinge aus dem ganzen Bundesgebiet den Weg ins Ruhrgebiet, um sich der besonderen sportlichen Herausforderung zu stellen. Darunter die bekannte Europa-Kampfrichterin Eva-Mona Altmann, die zur Prüfung ihres bereits vierten Meistergrades aus Köln angereist war.

Die Prüflinge mussten ihre sportlichen Fertigkeiten in mehreren Pflichtteilen unter Beweis stellen. Unter den wachsamen Augen der Prüfer waren zunächst im ‘Kihon’ zahlreiche Technikkombinationen zu zeigen. Im zweiten Teil, der ‘Kata’ (Scheinkampf oder Form), folgte die Darbietung einer selbst gewählten und einer angesagten Kata.

Für einen bestimmten Meistergrad sind jeweils mehrere Kata neu zu lernen oder zu verfeinern. Zum ersten Meistergrad sollte der Prüfling bereits elf verschiedene Kata im Repertoire haben, bei jedem weiteren Meistergrad sind sechs neue zu lernen.

Noch zur Kata gehören separat realistische Anwendungen, das ‘Bunkai’, welches mit einem Partner vorzuführen ist. Je höher die Dan-Graduierung, um so wichtiger werden die Bunkai-Vorführungen, die als Bindeglied zwischen der Form und dem Kampf verstanden werden. Hier schließt sich der Kreis hin zur Kampfkunst, die den Karateka befähigen soll, eine sich unerwartet im realen Leben ergebende Kampfsituation souverän und schnell für sich zu entscheiden.

Weiter müssen die Prüflinge im dritten Teil, dem ‘Kumite’ (Partner-Kampf) noch bestehen. Diesen Teil bestreiten immer zwei Prüflinge gemeinsam, die kurz vor dem Ziel gestoppte Angriffs- und Kontertechniken ausführen. Hier kommt es darauf an, Punkte zu sammeln, die in einer sportlichen Wettkampfsituation verwertbar gewesen wären und zum Sieg hätten führen können.

Um den geschilderten hohen Anforderungen zu genügen, haben die Prüflinge eine spezifische Vorbereitungszeit von ungefähr einem Jahr hinter sich, sodass alle dem Termin schon lange entgegen gefiebert haben. Die erfahrenen Prüfer sorgten durch ihre ruhige und freundliche Art für eine angenehme Prüfungsatmosphäre. Das Karate-Dojo Gelsenkirchen-Buer hatte wieder für optimale Prüfungsbedingungen gesorgt. So stand die wohltemperierte und mit Matten ausgelegte Prüfungshalle sowie eine große Aufwärmhalle zur Verfügung.

Die Prüfer waren letztlich mit den gezeigten Leistungen der gut vorbereiteten Prüflinge außerordentlich zufrieden und konnten nach sechs intensiven Stunden allen die Diplome für die neue Dan-Graduierung überreichen. Vom Gastgeber erlangten Henrik Dammann, Isabell Podehl und Manfred Schmidtmann ihren dritten Dan.