Die türkische Antwort auf Manuel Neuer

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Was wir bereits wissen
Hallenfußball Stadtmeisterschaft 3. Spieltag. Savas Karabulut von Firtinaspor glänzt als mitspielender Torwart. Beide Heßleraner Mannschaften weiter.

Gelsenkirchen.. Das war sie also, die Vorrunde der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Am Montagabend fanden noch einmal 220 Zuschauer den Weg zur Schürenkamp-Halle. Macht unter dem Strich: fast 750 an allen drei Vorrunden-Tagen. „Vor einem Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt etwa 650 Zuschauer“, verglich Peter Colmsee, eines der drei Kommissions-Mitglieder. „Wir können mit der bisherigen Resonanz sehr zufrieden sein.“

Nach der Spvgg Erle 19, dem Erler SV 08, Eintracht Erle und Genclerbirligi Resse am Samstag sowie ETuS Gelsenkirchen, Westfalia 04, DJK Blau Weiß und ETuS Bismarck am Sonntag qualifizierten sich am Montag auch Firtinaspor, GW Heßler, der SV Hessler 06 und Hansa Scholven direkt für die Zwischenrunde, die am heutigen Dienstag und am Freitag ausgetragen wird. Hinzu kommt Westfalia Buer als bester Gruppendritter.

Mitspielender Torwart großer Pluspunkt

Den meisten Eindruck am dritten Vorrunden-Tag hinterließ Firtinaspor als souveräner Sieger der Gruppe E. Der an der Plauener Straße beheimatete und in der Kreisliga A spielende Klub gewann seine vier Partien und musste nicht zuletzt dank der türkischen Antwort auf Manuel Neuer nur einen einzigen Gegentreffer hinnehmen. Savas Karabulut, der Schlussmann von Firtinaspor, begnügte sich nicht damit, sein Tor (fast) sauber zu halten, sondern spielte immer wieder mal im Feld mit. „Das war unser großer Pluspunkt“, stellte Trainer Ali Durmaz fest. Seine Jungs wurden von so manchem Beobachter am Rande der Bande nicht zu Unrecht als die beste Mannschaft an allen drei Vorrunden-Tagen bezeichnet. „Was wir gezeigt haben, sah richtig nach Hallenfußball aus“, lobte Ali Durmaz.

Der zweite Kreis-A-Ligist in der Gruppe E entpuppte sich hingegen als die Enttäuschung des Tages: Teutonia Schalke. Die Mannschaft von Trainer Michael Steinhüser gewann ihr Auftaktspiel gegen die Oldie-Truppe vom FC Zrinski mit 2:0, blieb anschließend jedoch ohne weiteren Sieg. GW Heßler aus der Kreisliga B nutzte die Gunst der Stunde und eroberte sich mit nur einem Dreier den zweiten Tabellenplatz in dieser Gruppe - dank der besseren Tordifferenz gegenüber dem BV Horst-Süd und Teutonia Schalke, die ebenfalls fünf Punkte auf ihren Konto hatten.

Kein Risiko bei SV Hessler 06

In der Gruppe F wurde der SV Hessler 06 aus der Kreisliga A seiner Favoritenrolle gerecht, ohne dabei zu glänzen. „Wir haben uns in jedem Spiel schwer getan“, gab Trainer Dominik Abel zu. „Man kann nicht behaupten, dass wir gut waren, denn wir waren definitiv nicht gut. Aber in Anbetracht der Umstände war unser Auftritt dennoch in Ordnung.“ Mit den Umständen meinte er, dass sein Team nach dem letzten Meisterschaftsspiel eine Pause einlegte und am Montag erstmals wieder gegen den Ball kickte. „Und außerdem“, so fügte Dominik Abel hinzu, „sind wir mit einer zusammengewürfelten Truppe angetreten. Die Spieler, die einen oder sogar bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich haben, habe ich draußen gelassen.“

Besonders schwer taten sich die Heßleraner beim 2:2 gegen die SG Borussia Scholven, gegen die Überraschungsmannschaft aus der Kreisliga C. Die Nordlichter standen kurz vor dem Einzug in die Zwischenrunde, im letzten Spiel hätte ihnen im Derby gegen Hansa Scholven ein Remis gereicht. Die SGB verlor jedoch mit 0:2, und stattdessen zog der größere Nachbar aus der Kreisliga B in die nächste Runde ein. Eren Karadeniz, einer der beiden Trainer der SG Borussia, nahm das bittere Aus sportlich. „Das ist kein Beinbruch“, meinte er. „Wichtig war, dass wir unseren Spaß hatten und unseren Verein gut präsentiert haben.“