Die pure Lust am Kicken

Neben dem FC Schalke 04 besitzt der Amateurfußball in Gelsenkirchen einen hohen Stellenwert. Das hatte die Kommission der Hallenstadtmeisterschaft in ihrem Grußwort festgestellt. Nach sechs Spieltagen in der Schürenkamp-Halle bleibt festzuhalten: das stimmt.

Es ist noch gar nicht so lange her, als die Fußball-Stadtmeisterschaft in Gelsenkirchen für die Vereine eher Last als Lust war. Die klassenhöchsten Mannschaften kamen meistens nur mit der zweiten Garnitur. Das Turnier passte irgendwie nicht so recht in die Jahresplanung. Was blieb, war der neidische Blick in andere Städte, in denen die Titelkämpfe schon lange echte Events sind.

Nach der Hallen-Stadtmeisterschaft 2014/15 muss man den Organisatoren Peter Colmsee, Helmut Lauschus und Rainer Lenz ein Lob aussprechen. Die Kommission hat in enger Zusammenarbeit mit dem Ausrichter SV Horst 08 hervorragende (ehrenamtliche) Arbeit geleistet und einen sehr guten Rahmen für tolle Fußball-Unterhaltung zum Jahreswechsel geschaffen.

37 Vereine haben diese Bedingungen gerne genutzt. Die Vorrunden: nicht immer schön anzusehen, aber spannend. Die Zwischenrunde: packend und ansehnlich. Die Endrunde: emotional und spielerisch hochklassig. Die klassenhöchsten Mannschaften, der SC Hassel und der SV Horst 08, sind freilich mit ihren besten Spielern gekommen. Beide Westfalenligisten haben das Endspiel erreicht und beide Trainer wollten den Titel unbedingt. Das klingt nach Lust. Nicht mehr nach Last.