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Die Minimalisten der Liga kommen

09.11.2012 | 17:49 Uhr
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Die Minimalisten der Liga kommen
Diesmal nicht mit von der Partie: Hassel-Stürmer Pierre Bendig (vorn).Foto: Fotografie Olaf Fuhrmann

Hassel.  SC Hassel will gegen defensivstarke Holzwickeder zu Hause unbedingt drei Punkte einfahren. Torjäger Pierre Bendig fehlt aus privaten Gründen.

So ein bisschen trauert Hassels Trainer Michael Schrank schon den Punkten nach, die seine Mannschaft in den letzten beiden Partien am Wegesrand hat liegen lassen. „Wenn man sich überlegt, wir hätten Wanne zu Hause geschlagen und den möglichen Sieg in Zweckel eingefahren, wo wir dann stehen würden“, sinniert er.

Doch auch so lässt sich die Bilanz des Aufsteigers vor dem Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die SpVg. Holzwickede durchaus sehen. Platz sieben und immer noch Tuchfühlung zur Spitzengruppe sind aller Ehren wert, allerdings sollte gegen die Gäste tunlichst gepunktet werden. Denn Michael Schrank warnt: „Wer sich in dieser ausgeglichenen Liga eine Auszeit gönnt, wird schnell ins untere Mittelfeld durchgereicht.“

Das wollen die Grün-Weißen mit aller Macht verhindern, auch wenn die Aufgabe gegen die SpVg. sicherlich nicht einfach wird. „Sie sind die Minimalisten der Liga“, stellt Hassels Coach fest. Bei bislang erst zehn Gegentoren und zehn eigenen Treffern sieht man deutlich, wo Stärken und Schwächen der Holzwickeder liegen. „Eine sehr defensivstarke Mannschaft, die mit Intelligenz in der Abwehr überwunden werden will, da dürfen wir nicht mit Ungeduld agieren“, so die Schrank-Devise. In Sachen Ungeduld richtet sich der Appell aber auch an die Fans, die manchmal den Realismus vermissen lassen und vom Aufsteiger schon wieder zu viel verlangen.

Personell muss Hassels Trainer im Angriff auf seine Torgarantie verzichten: Pierre Bendig muss aus familiären Gründen auf das Spiel verzichten, aber Tobias Bockhoff hat ja in den letzten Spielen bei seinen Einwechselungen bewiesen, dass er auf einen Einsatz von Beginn an brennt.

Im Mittelfeld darf Hassan El Hamad trotz seiner Gelb-Roten Karte, die er sich noch nach seiner Auswechselung durch einen kleinlichen Linienrichter einhandelte, wieder mitwirken. „Dies hat keine Sperre nach sich gezogen, das soll erst in Zukunft geändert werden“, hat sich Michael Schrank schlau gemacht. Aber solche Situationen in Zukunft gleich von vornherein zu unterbinden, dürfte für Hassels Coach ein aussichtsloses Unterfangen sein: „Das gehört zu seinem Temperament und ist kaum zu ändern.“

Fehlen wird nach seinem Bänderriss weiter Mirko Talaga, auch Mykola Makarchuk befindet sich mit seiner empfindlichen Muskulatur erst wieder im Lauftraining.

Aus den letzten vier Spielen bis zur Winterpause haben sich die Hasseler sechs bis neun Punkte zum Ziel gesetzt. „Und dann hoffe ich in der Winterpause auf eine vernünftige Vorbereitung, bei der alle dabei sind“, wünscht sich Schrank.

Ralf Wilhelm

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