Die jungen Wilden gaben den Ton an

Gelsenkirchen..  Auch am ungewohnten Mittwochabend konnte sich der Zuspruch der Zuschauer auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen sehen lassen. Und sehen lassen konnten sich auch die Leistungen, die Pferde und Fahrer auf dem Geläuf zeigten.

Allen voran sind die drei Dreijährigen zu nennen, mit denen Robin Bakker auftrumpfte. Den Anfang machte der 31-Jährige mit Forrest Beemd, der bei seinem Debüt sofort Start-Ziel nicht zu beeindrucken war. Dann punktete der Holländer mit Raspberry Diamant, die gleichfalls ihr erstes Rennen in den ersten Treffer ummünzte. Nach 700 Metern riss die Stute das Heft an sich und stand damit in einer reinen Dreijährigen-Prüfung als Siegerin fest.

Ferrari Kievitshof mit zweitem Sieg

Dann kam der mit Spannung erwartete Auftritt von Ferrari Kievitshof. Für den Hengst war es immerhin schon der zweite Start. Seine Premiere hatte er ebenso gewonnen wie Tristano, der „den Ferrari“ diesmal herausgefordert hatte, in seinem Fahrwasser prima durchlief, aber den nächsten Erfolg eines Schützlings von Robin Bakker und Trainer Paul Hagoort nicht verhindern konnte.

Die „jungen Wilden“ gaben aber nicht nur bei den vierbeinigen Cracks den Ton an, auch ein blutjunger Amateur machte erstmals von sich reden. Gemeint ist der erst 16-jährige Jan Steinhaus, der diesen Abend in seiner Karriere wohl nicht mehr vergessen wird. Der Sohn von Berufsfahrer Gerd Steinhaus feierte nach einer umsichtigen Fahrt mit Imperial Corner den ersten Sieg seiner erst vor wenigen Monaten begonnenen Laufbahn als Hobbyfahrer. Das andere Amateurfahren ließen sich Eddiereadygo und Silvia Raspe nicht entgehen.

In den hohen Gewinnklassen reichte es für Donehill zu einem überfälligen Erfolg. In einem packenden Endspurt legte der Fünfjährige mit Trainer Rob de Vlieger gegen den unentwegt attackierenden Alaska Joe immer ausreichend zu. Für de Vlieger war es Sieg Nummer zwei. Zuvor hatte er mit dem in brillanter Manier aus der Winterpause kommenden Carpe Diem TU gegen Blue Diamond As aufgetrumpft. Robbin Bot brachte es ebenfalls auf ein Fahrerdoppel, über das sich auch sein Vater Johannes als zuständiger Trainer freute. Während Anabaa Blue als Favoritin zum Zuge kam, konnten die Wetter von Moni Maker bei einer Quote von 144:10 Euro gutes Geld einstreichen.

Für eine weitere Überraschung sorgte Evalina Ray (Roland Hülskath), die bei ihrem Coup als 286:10-Außenseiterin allerdings von der nachträglichen Disqualifikation der vor ihr eingekommenen Aquarelle profitierte, die im Einlauf nach innen hin das Geläuf verlassen hatte. Dadurch rückte Bastiaan B auf den Ehrenplatz, so dass die Zweierwette starke 5.373:10 Euro zahlte. Begonnen hatte die Veranstaltung mit Chinyero, in dessen Sulky Jochen Holzschuh seine anhaltende Form untermauerte.