Die Horster Hallen-Könige

Grund zur Freude: Horst 08 ist wieder der Hallenfußball-Stadtmeister und verteidigte damit seinen Vorjahres-Titel.
Grund zur Freude: Horst 08 ist wieder der Hallenfußball-Stadtmeister und verteidigte damit seinen Vorjahres-Titel.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der SV Horst 08 schlägt bei der Stadtmeisterschaft den SC Hassel im Finale der Favoriten mit 5:2 nach Neunmeterschießen. YEG Hassel sorgt für Eklat: Nach Spielabbruch muss die Polizei aufmarschieren.

Schalke..  Sie haben es wieder gemacht, die Fußballer des SV Horst 08. Nach 2006, 2012 und 2014 errangen sie am Samstag zum vierten Mal den Titel des Gelsenkirchener Hallen-Stadtmeisters. Im Finale bezwangen die Schwarz-Weißen den ebenfalls in der Westfalenliga spielenden SC Hassel mit 5:2 nach Neunmeterschießen. Nach den regulären zwölf Minuten hatte es 1:1 vor 550 Zuschauern im Schürenkamp gestanden.

Dass die beiden klassenhöchsten Klubs das Endspiel erreichten, unterstreicht die deutlich gestiegene Wertigkeit der Titelkämpfe. Sie nahmen die Angelegenheit im Gegensatz zu früheren Jahren sehr ernst. „Ich bin froh, dass alle Teams mit ihren besten Spielern angetreten sind“, teilte Turnier-Organisator Peter Colmsee zufrieden mit.

Nachdem mit Westfalia Buer ein Kreis-C-Ligist die Zwischenrunde und mit Hansa Scholven ein Kreis-B-Ligist die Endrunde erreicht hatten, blieben große Überraschungen am Abschlusstag aus. Im Halbfinale waren die überkreislich spielenden Mannschaften unter sich. In die Phalanx der Großen hätte am ehesten Eintracht Erle einbrechen können. Die Schwarz-Gelben wurden Dritter in ihrer Gruppe. Sie erwischten einen glänzenden Start, gewannen das Derby gegen Erle 19 mit 3:2 und trotzten der SSV Buer ein 2:2 ab. „Wir sind der beste Kreisligist“, frohlockte Trainer Ludwik Harelik.

Von den Favoriten musste nur Viktoria Resse vorzeitig die Segel streichen. Der souveräne Bezirksliga-Tabellenführer verlor in der Hammer-Gruppe 2 gegen die beiden Hasseler Klubs und kam als Dritter ins Ziel. „Gegen YEG haben wir in zwei entscheidenden Situationen nicht aufgepasst, und gegen den Sport-Club war bei uns die Luft raus“, resümierte Stefan Colmsee, der anstelle des nur in Zivil anwesenden Frank Conradi die Trainer-Regie übernommen hatte. Das Halbfinale erlebte eine Neuauflage des Vorjahres-Endspiels zwischen dem SV Horst 08 und YEG Hassel. Eine Partie, die unrühmlich endete. Die Hasseler fühlten sich von Schiedsrichter Fabian Kunkel benachteiligt.

Nachdem Ridvan Güleryüz eine Zeitstrafe und Kadir Mutluer die Rote Karte erhalten hatte, kam es zum Eklat. Eugen Fell und Torhüter Hikmet Öztürk wurden auch noch mit Zeitstrafen bedacht. Das Spiel musste zweieinhalb Minuten vor dem eigentlichen Ende vom Unparteiischen abgebrochen werden, weil YEG nur noch weniger als drei Akteure auf dem Platz hatte.

Zum diesem Zeitpunkt führten die Horster nach Toren von Gökhan Yavuz und Pierre Nowitzki mit 2:0. YEG-Trainer Halit Hoyladi zog nach dem Aus seiner Mannschaft sofort Konsequenzen. „Ich lasse mich nicht noch einmal verarschen. Wir werden definitiv nicht mehr an der Hallen-Stadtmeisterschaft teilnehmen“, kündigte er an. Erst nachdem vier Polizei-Kräfte in der Halle eingetroffen waren, beruhigte sich die Situation.

Im anderen Halbfinale siegte der SC Hassel dank eines Treffers von Daniel Moritz gegen den Bezirksligisten SSV Buer mit 1:0. Dessen Trainer Holger Siska meinte: „Wir wollten ins Halbfinale. Das haben wir geschafft. Von daher war die Platzierung in Ordnung. Wir haben im Halbfinale allerdings nicht geduldig gespielt und einfache Fehler gemacht, die man sich gegen unterklassige Gegner noch erlauben darf, gegen den SC Hassel allerdings böse bestraft werden.“