Die Favoriten geben sich in der Zwischenrunde keine Blöße

Volltreffer: Simon Talarek (re.), Mannschaftskapitän des SV Horst 08, führte seine Mannschaft am Dienstag souverän in die Endrunde.
Volltreffer: Simon Talarek (re.), Mannschaftskapitän des SV Horst 08, führte seine Mannschaft am Dienstag souverän in die Endrunde.
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Was wir bereits wissen
SV Horst 08 und YEG Hassel ziehen als Gruppensieger in die Endrunde am Samstag ein. Firtinaspor und Erle 19 sind ebenfalls sicher dabei. B-Ligist Hansa Scholven darf als Gruppendritter noch hoffen.

Gelsenkirchen..  Die Favoriten gaben sich in der ersten Zwischenrunde keine Blöße und haben die Endrunde der Fußball-Stadtmeisterschaft in der Halle souverän erreicht. Westfalenligist Horst 08 gewann drei Spiele, Landesligist YEG Hassel sogar alle vier Partien.

Und doch war Horsts Trainer Jörg Krempicki mit den Auftritten seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden. „Wir mussten erstmal reinkommen, uns an die Halle gewöhnen“, sagte er. An die Halle gewöhnt, hatte sich ETuS Bismarck bereits. Der A-Ligist beendete die Vorrunde am Sonntag als Gruppenzweiter und durfte in der Zwischenrunde erneut ran. Zwar gab es beim 0:5 gegen Horst 08 eine Klatsche, aber der A-Ligist spielte gar nicht schlecht. Spieler Dennis Kay erkannte: „Eine Nummer zu groß.“ Im zweiten Spiel bezwang Titelverteidiger Horst 08 Westfalia 04 Gelsenkirchen, es folgten ein 1:1 gegen Firtinaspor und ein 2:0 gegen Hessler 06. Die Bilanz: Zehn Punkte, Gruppensieger.

YEG Hassel ließ den Ball und den Gegner gleichermaßen laufen. Und wenn die Mannschaft von Trainer Halit Hoyladi kaltschnäuziger vor dem Tor wäre, dann hätte sie am Dienstagabend weitaus mehr als zwölf Treffer erzielt. Was zählt, sind die zwölf Punkte und der erste Platz in Gruppe 2. In dieser Form ist YEG auf jeden Fall ein Titelkandidat.

Für die erste dicke Überraschung des Abends sorgte B-Ligist Hansa Scholven. Der SSV/FCA Rotthausen, der auf dem Feld in der Bezirksliga spielt, hatte mit 1:2 das Nachsehen. Mathias Schwark und Muhammed Ucun trafen für Hansa. Rotthausens Torwart Philipp Podstawny zeigte in den zehn Spielminuten noch einige ganz starke Paraden. Podstawny dürfte noch in der A-Jugend spielen, wurde aber bereits vorzeitig zum Seniorenspieler erklärt. „Es macht mir einfach Riesenspaß, durch die Halle zu fliegen und zu rutschen.“ Sein Wunsch, das Halbfinale zu erreichen, wird sich aber nicht erfüllen. Der SSV/FCA ist als Gruppenvierter bereits ausgeschieden.

Und dann war da noch der Spieler des A-Ligisten Westfalia 04 Gelsenkirchen, der einen Hauch von Weltmeisterschaft auf der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft versprühte. Auf seinem Trikot stand die Nummer 19, darüber der Name Götze. Da war doch was – am 13. Juli im Maracanã-Stadion. Zurück in die Halle Schürenkamp: „Weder verwandt, noch verschwägert mit Mario“, erklärte Daniel Götze, auf dessen Fantrikot der Nationalmannschaft selbstverständlich die gleiche Namen- und Zahlenkombination zu finden ist.

Sportlich lief es für Götze am Dienstag mäßig. Mit vier Punkten auf Rang drei ist die Chance auf die Endrunde gering. Nur die beiden besten der vier Gruppendritten kommen weiter. „Wir wollten Spaß haben, die Großen ein bisschen ärgern und nicht punktlos wie im Vorjahr die Segel streichen“, sagte der 27-Jährige. Ziel erreicht.

Die Stimmung auf der Tribüne war auf jeden Fall gut. Das lag auch an Christian Fischer, der seinen Dienst als Moderator angetreten hat und auch am Freitag und Samstag durch das Programm führen wird. Die Musik-Kenntnisse der beiden Kandidaten beim ersten Quiz des Abends ließen allerdings zu wünschen übrig. Christian Fischer spielte ein Lied an, die Kandidaten mussten es erraten. Das gelang beim großen Hit von Helene Fischer (übrigens ebenfalls nicht verwandt oder verschwägert) noch am besten: Atemlos durch die Nacht. Das galt gegen 22 Uhr dann auch für so manchen Spieler. Die vier Partien in der Halle hatten schließlich viel Kraft gekostet.