Der Sieger bekommt nicht den Wimpel

Beim Siegerfoto konnten dann alle wieder lachen. Martin Horn und Stefan Galla, Dustin Jäschke und auch der Finalist Thorsten Frings (v.l.) erlebten ein interessantes Turnier mit überraschenden Ergebnissen.
Beim Siegerfoto konnten dann alle wieder lachen. Martin Horn und Stefan Galla, Dustin Jäschke und auch der Finalist Thorsten Frings (v.l.) erlebten ein interessantes Turnier mit überraschenden Ergebnissen.
Foto: Kozoom/Elroy Geven
Was wir bereits wissen
Das German Dreiband Masters lockte wieder zahlreiche Zuschauer zum GT Buer. Doch ob es mit dem Turnier der besten deutschen Dreibandspieler weitergeht, weiß Organisator Jens Eggers noch nicht.

Herten..  Zum Abschluss des German Dreiband Masters hatte Jens Eggers noch etwas Besonderes auf Lager. Bodo Menze vom FC Schalke 04 hatte dem Organisator des Turniers mit den besten deutschen Dreibandspielern einen Wimpel mit Unterschriften der Königsblauen vorbeigebracht. Bei der Siegerehrung sollte der Sieger diesen Wimpel bekommen.

Doch überraschend standen nicht die Schalke-Fans Martin Horn und Stefan Galla im Endspiel. Und nun wurde es Jens Eggers doch ein wenig mulmig. Denn Turniersieger Dustin Jäschke und auch Finalgegner Thorsten Frings sind Fans des schwarz-gelben Revierrivalen. Aus Angst, der Wimpel könnte vielleicht nicht lange halten, zog er es vor, den beiden Dritten Martin Horn und Stefan Galla den Wimpel gemeinsam zu überreichen.

Jens Eggers hatte es zum dritten Mal geschafft, die besten deutschen Dreibandspieler in einem Turnier zu versammeln. Selbst bei einer Deutschen Meisterschaft ist die Dichte solcher Klasseleute nicht gegeben. Und so bekam der 39-Jährige natürlich viel Lob. „Die Spieler hoffen natürlich, dass es weiter geht“, sagt Jens Eggers. „Doch es ist schwierig, so ein Turnier zu organisieren. Vor allem finanziell.“ Wenige Tage vor dem Turnier hatte er die letzten Sponsoren gefunden. Zum Glück hatte ihm in diesem Jahr aber auch die Deutsche Billard-Union unter die Arme gegriffen. Und trotz der vielen begeisterten Menschen im Billardzentrum Bertlich weiß er noch nicht, ob es weitergeht. Eggers: „Die Zukunft steht leider noch in den Sternen.“

Aus Sicht des ausrichtenden Billard-Clubs Grüner Tisch Buer war das dritte German Dreiband Masters wieder ein Erfolg. Zwar kamen nicht so viele Zuschauer wie zuvor, doch am Endspieltag war das Billardzentrum wieder gut gefüllt. Aus sportlicher Sicht hätte die Platzierung des Bueraner Spitzenspielers Stefan Galla vielleicht ein wenig besser sein können. Immerhin wurde er wie im Vorjahr Dritter mit einem Generaldurchschnitt von 1,306. Galla unterlag nur dem späteren Sieger im Halbfinale. Gegen den anderen Finalisten Thorsten Frings gewann er in der Vorrunde deutlich.

Über allen stand bis zum Halbfinale eigentlich Martin Horn. Die Niederlage in der Vorrunde gegen Murat Gökmen schmerzte nicht, auch wenn es seine erste beim Masters überhaupt war. Doch dann verlor er überraschend gegen Frings und musste den Sieg der deutschen Nachwuchshoffnung Dustin Jäschke überlassen. Für Horn blieben als Trostpflaster alle Turnierbestleistungen mit 1,780 GD, einer besten Partie von 3,125 und einer Höchstserie von 16 Punkten.