Der FC Schalke 04 hat noch Hoffnung auf den Aufstieg

Aufgeben gilt nicht. Head-Coach Raphael Wilder hat weiterhin große Pläne mit dem FC Schalke 04.
Aufgeben gilt nicht. Head-Coach Raphael Wilder hat weiterhin große Pläne mit dem FC Schalke 04.
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Was wir bereits wissen
Die RheinStars Köln haben die besten Karten im Aufstiegsrennen. Geschlagen geben will sich der FC Schalke aber noch nicht und baut auch auf seine neuen Spieler.

Gelsenkirchen..  Die Basketballer des FC Schalke 04 bewegen sich derzeit zwischen Hoffen und Skepsis. An den beiden vergangenen Spieltagen gelangen ihnen in der 1. Regionalliga überragende 248 Korberfolge, was alles andere als alltäglich ist. Aber trotz der jüngsten Ausrutscher des UBC Münster und der Grevenbroich Elephants hat sich die Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg nur auf den ersten Blick verbessert. Auf den zweiten Blick stellt man fest, dass momentan vieles für die RheinStars Köln spricht.

Die Domstädter haben einen Sieg mehr auf ihrem Konto als die Königsblauen und zudem den direkten Vergleich für sich entschieden. Das heißt: Von den letzten sieben Spielen müssen die Schalker zwei mehr gewinnen als die Kölner, was bei dem Restprogramm schwer vorstellbar ist. „Wenn die Kölner am kommenden Samstag das Top-Spiel in Münster gewinnen, sind sie durch. Dann hält sie keiner mehr auf“, behauptet Schalkes Head-Coach Raphael Wilder.

Aber eine gewisse Hoffnung haben die Knappen doch noch. Sonst würden sich Abteilungsleiter Kajo Götza und seine Vorstandskollegen nicht die Mühe machen, die Lizenz für die Pro B zu beantragen. Dass die dritthöchste Liga über kurz oder lang das Ziel der Schalker ist, machen auch die jüngsten Transfers deutlich. Klasse statt Masse - so lautet das Motto. Nikita Khartchenkov, das haben bereits die ersten Einsätze bewiesen, ist ein echter Glücksfall für den S04. Ein Glücksfall deshalb, weil es ungewöhnlich ist, einen Spieler dieser Qualität zu diesem Zeitpunkt verpflichten zu können.

Der Vertrag mit dem 28 Jahre alten Sohn von Alexander Khartchenkov, einem russischen Weltmeister von 1974, läuft erst einmal nur für zwei Monate. Verlängerung nicht ausgeschlossen. „Er passt in unseren finanziellen Rahmen“, bestätigt Kajo Götza. Die Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit mit ihm, den anderen Spielern und mit Trainer Raphael Wilder laufen derzeit an.

Verträge laufen am Saisonende aus

Alle Verträge laufen zum Ende dieser Saison aus. Die einzige Ausnahme: Daniel Boahene, der erst kurz vor Toresschluss in den letzten Januar-Tagen von der BG Dorsten bis zum Sommer 2016 verpflichtet wurde. „Ein solcher Wechsel zu diesem Zeitpunkt macht nur Sinn, wenn er für mindestens ein Jahr unterschreibt“, betont Raphael Wilder, der außerdem klarstellt: „Ich hätte diese Verpflichtung nicht getätigt, wenn Daniel Boahene nicht von selbst auf uns zugekommen wäre. Er hat mir am Montag vor einer Woche mitgeteilt, dass er in Dorsten rausgeflogen sei.“

Der Center, der einige Jahre beim UBC Hannover in der Pro B verbrachte, hat einen deutschen Pass und ist sofort spielberechtigt. Kontakt zwischen dem 2,03 Meter großen und 113 Kilogramm schweren Daniel Boahene und Schalke bestand bereits im Dezember. Aber damals erteilten ihm die Dorstener, zu denen er erst im vergangenen Sommer gewechselt war, keine Freigabe.

Recht kurz war auch das Gastspiel, das Javier Nasarre auf Schalke gab. Er kam vor dieser Saison aus Spanien. Nach der Verpflichtung von Daniel Boahene stimmten die Königsblauen jetzt einem Wechsel zum BSV Wulfen zu. „Javier ist ein guter Junge, aber er hat sich bei uns nicht so durchsetzen können, wie ich mir das vorgestellt hatte“, sagt Raphael Wilder. „Ich bin mir jedoch sicher, dass er ebenso wie Gael Hulsen eine wesentliche Verstärkung für den BSV Wulfen sein wird“, ergänzt der Head-Coach.