Der Erler SV 08 spielt den Alleinunterhalter

Kapitän Marvin Pachan (rechts) und der Erler SV 08 haben die Konkurrenz in der Kreisliga A1 im Griff.
Kapitän Marvin Pachan (rechts) und der Erler SV 08 haben die Konkurrenz in der Kreisliga A1 im Griff.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Team von Trainer Rüdiger Kürschners beherrscht die Staffel 1 der Kreisliga A nach Belieben. 15 Siege und ein Unentschieden nach der ersten Saisonhälfte. Spannender geht es im Abstiegskampf zu.

Gelsenkirchen..  In der Staffel 1 der Fußball-Kreisliga A hat der Erler SV 08 zu einem Alleingang angesetzt. Der traditionsreiche Klub vom Forsthaus hat seine 15 Spiele der Hinrunde ausnahmslos gewonnen. Der Siegeszug wurde erst zum Auftakt der Rückrunde mit einem torlosen Remis beim SV Zweckel II aufgehalten. Aber trotz dieses Ausrutschers zweifelt niemand daran, dass die Grün-Weißen ihr Ding bis zum Saisonende durchziehen und das Aufstiegsspiel gegen den Meister der anderen Kreisliga-A-Staffel erreichen werden.

Der Vorsprung auf den SV Horst 08 II und auf den Nachbarn Spvgg Erle 19 beträgt bereits 14 Punkte. Das heißt: Der ESV 08 darf sich an den restlichen 14 Spieltagen mindestens vier Niederlagen erlauben, ohne den Titelgewinn in Gefahr zu bringen. Trainer Rüdiger Kürschners ist allerdings vorsichtig. Er hat schon viel erlebt im Fußball und sagt: „Natürlich haben wir eine glänzende Ausgangslage. Was die Jungs bisher geschafft haben, ist ein echtes Brett. Aber es ist jetzt erst einmal ein bisschen mehr als Halbzeit. Es kann noch so viel passieren.“

Dass es in dieser Saison noch einmal einen anderen Spitzenreiter geben wird, glauben die Trainer der Konkurrenz nicht mehr. „Für uns ist der Zug abgefahren“, sagt Thorsten Hildebrand, der Coach des Tabellenzweiten Horst 08 II. Und auch Rainer Sowa vom Dritten Erle 19 hat den Aufstieg in die Bezirksliga abgehakt. „Die Null-Achter lassen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen“, sagt er. „Wir waren in der Hinrunde einfach zu unbeständig.“

Mit der angepeilten Rückkehr in den überkreislichen Fußball werden die 1985 aus der Bezirksliga abgestiegenen Veilchen somit noch mindestens bis 2016 warten müssen. Und auch die Horster vertagen ihr Ziel, erstmals mit ihrer zweiten Mannschaft in der Bezirksliga zu spielen.

Deutlich spannender wird es wohl im Kampf gegen den Abstieg zugehen. Selbst Schlusslicht YEG Hassel II hat sich noch nicht aufgegeben. Nach neun Niederlagen in Folge schöpfen die Grün-Weißen dank ihres 3:2-Sieges im Nachholspiel beim SV Zweckel II wieder neuen Mut. Mit einigen Zugängen wollen die Hasseler im weiteren Verlauf der Rückrunde noch das rettende Ufer erreichen. „Wir werden das ganz bestimmt noch schaffen“, verspricht Trainer Ramazan Özkaya.

In großer Gefahr schweben auch die Spvgg Middelich-Resse, Beckhausen 05, Viktoria Resse II und Eintracht Erle. Middelich-Resse hat zwar tabellarisch die schlechtesten Karten, aber gegenüber der Konkurrenz den Vorteil, von vornherein auf den Abstiegskampf eingestellt gewesen zu sein. Rüdiger Kürschners ist davon überzeugt, dass der Klub aus der Resser Mark noch den Kopf aus der Schlinge ziehen wird. „Alleine schon wegen meines Trainer-Kollegen Karl Englich“, sagt er.

Neuling SC Hassel II dürfte hingegen bereits jetzt aus dem Gröbsten raus sein, nachdem er an den letzten vier Spieltagen vor der Winterpause nur eine Niederlage hinnehmen musste. Der aus der Bezirksliga abgestiegene SC Schaffrath hat zwar hin und wieder überzeugt, war aufgrund seiner personellen Misere aber zu unbeständig, um mehr als einen Platz jenseits von Gut und Böse zu beanspruchen.