Der Endspurt beginnt

Auf Nikita Khartchenkov muss Raphael Wilder (links) vielleicht verzichten. Khartchenkov musste das Training am Mittwoch abbrechen.
Auf Nikita Khartchenkov muss Raphael Wilder (links) vielleicht verzichten. Khartchenkov musste das Training am Mittwoch abbrechen.
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Was wir bereits wissen
Der Endspurt beginnt, von nun an geht es Schlag auf Schlag. Nach der Pause am Karnevals-Wochenende steht für den FC Schalke 04 an diesem und an jedem der folgenden fünf Samstage bis zum 28. März eine Partie der 1. Regionalliga auf dem Programm. Den Auftakt macht das Gastspiel bei den Telekom Baskets Bonn II.

Gelsenkirchen..  Der Endspurt beginnt, von nun an geht es Schlag auf Schlag. Nach der Pause am Karnevals-Wochenende steht für die Basketballer des FC Schalke 04 an diesem und an jedem der folgenden fünf Samstage bis zum Saisonende am 28. März eine Partie der 1. Regionalliga auf dem Programm. Den Auftakt macht das Gastspiel bei den Telekom Baskets Bonn II. Der Sprungball auf Feld 1 des Ausbildungszentrums am Basketsring in Bonn ist bereits um 16.30 Uhr.

In den Wochen vor Karneval bestachen die Schalker mit vier dreistelligen Siegen in Folge, drei in der Meisterschaft und einen im Pokal. „Wir waren in einem guten Rhythmus“, sagt Schalkes Head-Coach Raphael Wilder. „Ich hoffe, dass wir diesen Rhythmus sofort wiederfinden werden.“

Hoffen auf einen Kölner Ausrutscher

Dank der eigenen Erfolge und dank des Münsteraner Sieges gegen Köln haben die Königsblauen ihre Chancen auf den Meistertitel gewahrt. Allerdings haben sie immer noch nichts in der eigenen Hand. Sie müssen auf einen weiteren Kölner Ausrutscher hoffen und die eigenen sechs Spiele gewinnen, das letzte in Münster zudem mit einem Vorsprung von mindestens neun Punkten. „Ich denke über diese Konstellation derzeit nicht weiter nach“, sagt Raphael Wilder. „Wir sollten uns nur auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können, und das ist, stets das nächste Spiel gewinnen zu wollen.“

Die zwei Punkte in Bonn zu holen, sieht auf dem Papier leichter aus als es wahrscheinlich sein wird. Nach ihrem 93:89-Sieg in Ibbenbüren sollte dem Tabellenneunten im Kampf um den Klassenerhalt nichts mehr zustoßen. „Die Bonner haben nichts zu verlieren“, betont Raphael Wilder. „Den großen Druck haben nicht sie, sondern wir, weil wir uns keine Niederlage mehr erlauben dürfen.“

Diesen Druck möchten die Schalker gerne in positive Energie umwandeln. „Wir nehmen das Spiel in Bonn sehr ernst und wollen es unbedingt gewinnen“, betont der 61-Jährige. „Der Bonner Kader ist gespickt mit jungen Doppellizenzspielern und auf allen Positionen gut besetzt. Die Mannschaft spielt einen erfrischenden Basketball und verschiedene Defense-Varianten. Trotzdem wäre alles andere als ein Sieg eine große Enttäuschung für mich.“ Bei der 73:98-Niederlage im Hinspiel an der Erler Mühlbachstraße hielten die von Thomas Adelt trainierten Bonner bis ins dritte Viertel einigermaßen gut mit.

Fragezeichen hinter Khartchenkov

Damals fehlten in Reihen der Schalker noch die erst nach der Winterpause verpflichteten Nikita Khartchenkov und Daniel Boahene. Nicht auszuschließen, dass Nikita Khartchenkov auch diesmal nicht mitwirken kann. Er erhielt am Mittwoch im Training einen Pferdekuss am Oberschenkel und musste abbrechen. Sollte er tatsächlich ausfallen, wäre das für Schalke ein herber Verlust.

Kevin Kern und Jonas Peters stehen wegen ihrer Verletzungen am Sprunggelenk auch nach Karneval erwartungsgemäß noch nicht wieder zur Verfügung. Sie werden in den Planungen von Raphael Wilder sicherlich auch für die Aufgaben in den kommenden zwei oder drei Wochen keine tragenden Rollen spielen.