Den Augenblick genießen

Uwe Kerls gewann für GT Buer in dieser Saison die meisten Partien in der Dreiband-Bundesliga. 14 Siegen standen nur vier Niederlagen gegenüber.
Uwe Kerls gewann für GT Buer in dieser Saison die meisten Partien in der Dreiband-Bundesliga. 14 Siegen standen nur vier Niederlagen gegenüber.
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Was wir bereits wissen
So entspannt und glücklich hat man die Mannschaft des Billard-Clubs Grüner Tisch Buer schon lange nicht mehr gesehen. Nach dem 6:2-Sieg am letzten Spieltag der Dreiband-Bundesliga und dem Erreichen des dritten Ranges entlud sich bei Spielern, Fans und Verantwortlichen des Klubs die ganze Anspannung.

Gelsenkirchen..  So entspannt und glücklich hat man die Mannschaft des Billard-Clubs Grüner Tisch Buer schon lange nicht mehr gesehen. Nach dem 6:2-Sieg am letzten Spieltag der Dreiband-Bundesliga und dem Erreichen des dritten Ranges entlud sich bei Spielern, Fans und Verantwortlichen des Klubs die ganze Anspannung, und man feierte noch einige Zeit die beste Platzierung in drei Jahren Dreiband-Bundesliga.

Nur mit deutschen Spielern

Es wurde mehrmals betont, dass der GT Buer das einzige Team in der Bundesliga war, das mit nur deutschen Spielern die ganze Saison mit insgesamt 18 Partien durchgespielt hat. Und so war die Freude bei Stefan Galla, Markus Galla, Stefan Hetzel und Uwe Kerls sowie dem gesamten Umfeld natürlich riesengroß über den erreichten dritten Platz. „Wir genießen einfach den Augenblick. Das ist eine geile Sache“, sagte auch Stefan Galla.

Doch selbst in diesem Moment gingen die Gedanken schon weiter. In der kommenden Saison wird es für den GT Buer weitaus schwieriger werden. „So leicht wie dieses Jahr wird es nicht“, sagt Stefan Galla. Denn die Konkurrenz in der Dreiband-Bundesliga wird größer. Zwar hatte auch Buer zwei niederländische Spieler für den Notfall gemeldet, dass das Team in Abstiegsgefahr geraten würde, doch einsetzen musste man sie nicht. Kurzzeitig, nach den zwei Niederlagen in Ravensburg und München, ging die Angst um, doch mit 9:1 Punkten aus den letzten fünf Spielen kletterte GT Buer noch vom siebten auf den dritten Platz.

„Wir müssen was tun. Für zwei bis sechs Spiele sollten wir einen starken Ersatz suchen“, sagt Stefan Galla. „Der Abstieg wäre der Super-Gau. Dafür hat der Verein zuviel aufgebaut.“ In wichtigen Spielen soll also ein starker ausländischer Akteur eingesetzt werden – und nicht mehr. Stefan Galla: „Wir haben eine gute Harmonie in der Mannschaft. Die soll nicht zerstört werden.“ Raimond Burgman wird wohl als Ersatz weiter zur Verfügung stehen, es soll aber noch ein weiterer namhafter Spieler auf die Reserveliste hinzukommen.

In der kommenden Saison wird fast jeder Gegner der Bueraner wohl durchweg mit zwei ausländischen Spielern agieren. Auch die beiden Aufsteiger sind dabei zu nennen. Der BC München wird wohl mit Marco Zanetti und Daniel Sanchez, der 1. BC Magdeburg mit Dick Jaspers und Dion Nelin spielen. „Buer wird wohl mit Sterkrade, Bottrop und Krefeld um den Klassenerhalt kämpfen müssen. So sieht es jedenfalls im Moment aus. Doch daran kann sich in der nächsten Zeit noch einiges ändern“, sagt Stefan Galla.

Geringes Zuschauerinteresse

Vielleicht schaut dann auch der eine oder andere Zuschauer mehr im Billardzentrum Bertlich vorbei. Auch am letzten Bundesliga-Spieltag war das Zuschauerinteresse nicht so gut. „Das war schon ein wenig enttäuschend“, sagt Stefan Galla. Dabei zeigten er und seine Teamkollegen sehr guten Billardsport. Alle vier blieben über der Ein-Durchschnitt-Grenze: Stefan Galla mit 1,295, Stefan Hetzel mit 1,101 sowie Uwe Kerls mit 1,079 und Markus Galla mit 1,003, die beide eine sehr gute Rückrunde gespielt haben.