Das rettende Ufer ist für Schalkes U23 wieder in Reichweite

Bottrop..  Schalkes U23 hat den nächsten großen Schritt in Richtung des rettenden Ufers unternommen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger besiegte den SV Rödinghausen mit 4:1. Die Treffer für die Königsblauen erzielten Joy-Lance Mickels und Dario Schumacher, Jonas Nietfeld traf doppelt. Es war der zweite Sieg in Folge, Schalke steht auf Rang 15, der Rückstand auf die SG Wattenscheid 09 beträgt nur noch zwei Punkte.

Das spielerische Niveau war schwach, Rödinghausen war in der Anfangsphase sogar noch das bessere von zwei schwachen Teams. Während die Schalker gar nicht aufs Tor schossen, versuchten es die Gäste zumindest aus der Distanz. Doch wirklich gefordert wurde Schalkes Torwart Michael Gspurning nicht. Jürgen Luginger setzte auf die Routine von Gerald Asamaoh, der Stürmer stand am Samstag in der Startelf. „Asa“ verteilte die Bälle geschickt, holte viele Freistöße heraus.

Die Führung durch Joy-Lance Mickels in der 20 Minute war überraschend, der Stürmer vernaschte zwei Verteidiger, zog von der Strafraumgrenze ab und traf in den Knick. Ein tolles Tor. Jonas Nietfeld erhöhte nur vier Minuten später auf 2:0. Rödinghausens Verteidigers Malte Beermann unterlief einen Befreiungsschlag von Axel Borgmann, sodass Nietfeld frei auf Torwart Jan Schönwälder zulief und eiskalt blieb.

Als Dario Schumacher nach einer guten halben Stunde einen an Florian Pick verursachten Foulelfmeter verwandelte, schien die Partie zugunsten der Schalker entschieden zu sein. Marvin Friedrich vergab vor der Pause die Riesenchance aufs 4:0. Doch der Verteidiger scheiterte.

Die zweite Halbzeit war nur drei Minuten alt, als Andreas Saur Rödinghausen wieder ins Spiel brachte. Nach einer Ecke von Kai-Bastian Evers stand der Verteidiger am Fünfmeterraum frei und traf zum 3:1. Als der eingewechselte Aytürk Gecim kurze Zeit später die große Chance auf den Anschlusstreffer ausließ, ermahnte Schalke-Keeper Michael Gspurning seine Mitspieler lautstark. Mit Wirkung: Schalke stand in der Defensive fortan wieder kompakt und sicher, gewann zwischen Mittelinie und dem eigenen Strafraum den Großteil Zweikämpfe.

Die Gäste hatten zwar wesentlich mehr Ballbesitz, doch Schalke blieb durch Konter gefährlich. Mit langen Bällen wurde immer wieder Florian Pick auf der rechten Seite gesucht, doch den letzten, den entscheidenden Pass brachte der Rechtsaußen nicht an den Mann. In der Nachspielzeit erhöhte Jonas Nietfeld mit einem Kopfballtor noch auf 4:1.

Cheftrainer Jürgen Luginger war entsprechend zufrieden: „Wir haben nach dem Sieg gegen Köln nachgelegt. Uns war es wichtig, den Anschluss zu halten. Oft haben wir uns nicht belohnt für den Aufwand, diesmal schon. Wir haben verdient gewonnen.“ Rödinghausens Trainer Mario Ermisch schmipfte während der Pressekonferenz auf Gerald Asamoah. „Man regt sich als Trainer auf, wenn ein Asamoah fünf Meter vor einem den Gegenspieler schlägt und es passiert nichts.“ Luginger antwortete: „Das ist eine Frechheit. Ich finde es nicht okay, so etwas einfach zu behaupten.“ Und ging grußlos.