Das Ende der Saison ist endlich in Sicht

Noch zweimal als Team zusammenhalten: Die Spieler von Westfalia 04 Gelsenkirchen müssen in die Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga und hier gegen DJK Wattenscheid antreten. Am Donnerstag steigt das Hinspiel.
Noch zweimal als Team zusammenhalten: Die Spieler von Westfalia 04 Gelsenkirchen müssen in die Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga und hier gegen DJK Wattenscheid antreten. Am Donnerstag steigt das Hinspiel.
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Was wir bereits wissen
Westfalia 04 trifft in zwei Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die Bezirksliga auf die DJK Wattenscheid. Hinspiel am Donnerstagabend um 19 Uhr auf Kunstrasen am Stadtgartenring

Bismarck..  Heute in genau drei Wochen beginnt die Fußball-Regionalliga Bayern ihre neue Saison mit dem Eröffnungsspiel zwischen Jahn Regensburg und Viktoria Aschaffenburg. In Westfalen haben sie hingegen noch nicht einmal die alte Spielzeit zu den Akten gelegt. Westfalia 04 wird derzeit von einem Entscheidungsspiel zum nächsten getrieben. Aber auch für die Bismarcker ist ein Ende in Sicht. Am heutigen Donnerstag und am Sonntag geht es für sie in zwei Duellen mit der DJK Wattenscheid um alles oder nichts: Bleiben sie in der Kreisliga A oder dürfen sie nach neun Jahren in die Bezirksliga zurückkehren?

Das Hinspiel beginnt heute Abend um 19 Uhr auf dem Kunstrasen am Stadtgartenring in Bochum-Wattenscheid, das Rückspiel findet drei Tage später um 15 Uhr auf der Sportanlage Trinenkamp in Bismarck statt. Es gilt die Europapokal-Regel: Bei gleicher Anzahl an Punkten und bei gleicher Tordifferenz entscheidet die höhere Anzahl an auswärts erzielten Treffern.

Westfalia 04 möchte es gar nicht so eng werden lassen, weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe gegen die DJK Wattenscheid. Trainer Holger Gehrmann hat den Kontrahenten beobachten lassen und die für ihn wichtigen Informationen aus verschiedenen Quellen gezapft. „Grundsätzlich halte ich nichts davon, in der Kreisliga A mit Video-Analysen und so etwas zu hantieren“, sagt er. „Wir haben am vergangenen Sonntag gegen den Erler SV 08 dokumentiert, dass wir auf diesem Niveau mit allen Mannschaften mithalten können. Wir werden auch gegen die DJK Wattenscheid versuchen, unser Spiel durchzusetzen und unser Bestes geben.“

Der Westfalia-Trainer hält nichts von taktischen Spielereien, ein Unentschieden oder eine möglichst knappe Niederlage anzupeilen, um eine akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag zu haben. „Wir haben in der Meisterschaft insgesamt 102 Tore erzielt“, sagt Holger Gehrmann. „Da werden wir uns auch in so einem Spiel nicht verstecken und uns nicht hinten reinstellen. Wir bestimmen zu 50 Prozent mit, wie gut die Wattenscheider sein werden.“

Der Coach der Bismarcker räumt ein, dass sein Team in den vergangenen Wochen sicherlich an Substanz verloren hat. „Wir fahren auf der letzten Rille“, betont er. „Aber ich weiß von meinen Spielern, dass sie auch in den beiden nächsten und letzten Partien dieser Saison alles geben werden. Den Substanzverlust werden sie mit ihrer Willensstärke ausgleichen.“

Eine Rolle wird, so Holger Gehrmann, auch die Psyche spielen. „Es ist extrem schwer, sich alle drei Tage auf ein sehr entscheidendes Spiel vorzubereiten“, betont er. „Normalerweise sage ich vor Spielen gegen Mannschaften, mit denen wir uns annähernd auf Augenhöhe bewegen, dass die Tagesform entscheidet. Diesmal sage ich: Jetzt ist der Kopf gefragt.“

Ihm steht fast jene Elf zur Verfügung, die gegen den Erler SV 08 auflief. Nur Jens Rettinghausen kann nicht mitwirken. Er verletzte sich am vergangenen Sonntag gegen Erle am Schürenkamp in der ersten Halbzeit so schwer am Knie, dass er nur von außen die Daumen drücken kann.