„Dann gibt es keinen Grund, von Khedira abzuraten“

Auf Schalke wird im Moment über die Khedira-Verpflichtung diskutiert: Hätten Sie dabei Bedenken?

Ich würde ihn definitiv Tests unterziehen, die alle Vorverletzungen berücksichtigen. Aber wenn dann keine negative Reaktion erfolgt, gibt es aus medizinischer Sicht gar keinen Grund, ihn nicht zu verpflichten. Er hat ja nach seinem Kreuzbandriss unter der Obhut von Müller-Wohlfahrt alles unternommen, um für die WM fit zu werden. Durch diesen schnellen Aufbau sind die Folgeverletzungen, die er davongetragen hat, absolut erklärlich.

Gibt es Fälle, in denen der Arzt sein Veto einlegt und die Vereine den Spieler trotzdem holen?

Grundsätzlich betrachtet der Arzt den Transfer rein aus medizinischer Sicht, während der Manager noch andere Dinge berücksichtigen muss. Dadurch ist es durchaus verständlich, dass der Manager sich hin und wieder über den Ratschlag des Arztes erhebt. Wenn der Arzt zum Beispiel ein 30-Prozent-Risiko für eine schwere Verletzung eines neuen Spielers sieht, dann ist das vollkommen in Ordnung, wenn der Manager dieses Risiko übernimmt.