Busu legt Traineramt beim SC Schaffrath im Sommer nieder

Franco Busu legt sein Traineramt beim SC Schaffrath im Sommer nieder
Franco Busu legt sein Traineramt beim SC Schaffrath im Sommer nieder
Foto: Thomas Schmidtke

Beckhausen..  Der in der Fußball-Kreisliga A spielende SC Schaffrath muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Franco Busu hat dem Vorstand mitgeteilt, dass für ihn Ende Juni Schluss ist an der Gecksheide. „Ich werde dann vier Jahre beim SCS gewesen sein“, sagt der 58 Jahre alte Coach. „Das reicht, wenn man sich als Trainer nicht abnutzen will. Ich habe viel Energie gelassen. Es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, hier aufzuhören. Ich brauche wieder eine neue Herausforderung.“

Vier Jahre bei demselben Verein - das ist für einen Trainer an sich kein außergewöhnlich langer Zeitraum, um sich abnutzen zu können, wenn man die mittlerweile auch im Amateurfußball fast schon normale Spieler-Fluktuation berücksichtigt. Beim SC Schaffrath gehen die Uhren allerdings noch anders. Dort wird nicht Jahr für Jahr die kickende Zunft ausgetauscht. Dort tut sich zwischen den Spielzeiten fast schon traditionell nur sehr wenig, was Transfers anbetrifft.

Das spricht einerseits für die Vereinstreue der einzelnen Akteure, aber andererseits auch für die fehlende Attraktivität des SC Schaffrath für Außenstehende. Der SCS gehört halt nicht zu den Klubs, die in der Lage sind, mit Geld zu locken, und mit seinem Ascheplatz holt er ebenfalls keinen ambitionierten Spieler hinter dem Ofen hervor.

„Vereine, die keinen Natur- oder Kunstrasen haben, werden es in Zukunft schwer haben“, sagt Franco Busu voraus. Obwohl er an der Gecksheide viel Staub schlucken musste, spricht Franco Bus davon, dort eine gute Zeit gehabt zu haben. „Vom Vorstand habe ich immer die vollste Rückendeckung bekommen“, sagt er.

Allerdings konnten Vorsitzender Rainer Grundmann und auch dessen Bruder Frank Grundmann als Sportlicher Leiter nicht zaubern. Wo es seit über zwei Jahren keine A-Junioren-Mannschaft mehr gibt, kann auch aus dem eigenen Nachwuchs nichts mehr herauskommen. Franco Busu musste mit einem 16-Mann-Kader im diese Saison starten. Bei Ausfällen kam er nicht umhin, auf Leute aus der in der Kreisliga C spielenden zweiten Mannschaft zurückzugreifen. Unter diesen Voraussetzungen ist Platz neun, den der SCS derzeit in der Staffel 1 belegt, ein keineswegs schlechtes Zwischenergebnis.

Um mehr zu erreichen, muss alles passen. So wie in der vorletzten Saison, als dem SC Schaffrath als krasser Außenseiter der Aufstieg in die Bezirksliga gelang. Im überregionalen Fußball müssen sich die Schwarz-Weißen dann allerdings vorgekommen sein wie ein Trabant auf einer Formel-1-Rennstrecke. Dass der sofortige Wiederabstieg folgte, überraschte nicht sonderlich.

Der Abschied vom SC Schaffrath fällt Franco Busu nicht leicht. Er war im Laufe seiner Karriere als Spieler und als Trainer bei mehreren Vereinen, aber er hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass dieser Klub für ihn eine Herzensangelegenheit ist. Für den SCS jagte er von 1982 bis 1990 dem runden Leder hinterher, die letzten fünf Jahre als Spielertrainer, und dort arbeitete er zwischenzeitlich sogar im Vorstand mit.

Und was kommt nach dieser Saison auf Franco Busu zu? „Wenn sich eine nette Herausforderung bietet, wäre ich gesprächsbereit“, betont er. Auch die Kreisliga A kommt für ihn in Betracht. „Aber“, so fügt er hinzu, „nur mit einem entsprechenden Unterbau.“ Nach den guten Erfahrungen bei Adler Ellinghorst wäre er auch einem Wechsel über die Stadtgrenze hinaus, beispielsweise zurück nach Gladbeck, nicht abgeneigt. Aber eines macht er deutlich: „Der SC Schaffrath ist und bleibt immer mein Verein.“