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Breitenreiter vor Schalke-Spiel in Darmstadt im Kampfmodus

29.01.2016 | 21:01 Uhr
Breitenreiter vor Schalke-Spiel in Darmstadt im Kampfmodus
Schalkes Trainer Andre Breitenreiter am Freitag beim Abschlusstraining.Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Schalke will mit einem Sieg in Darmstadt die Diskussionen der vergangenen Tage wieder einfangen. Aber der Aufsteiger kann weh tun - wie beim Hinspiel.

Über das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt gibt es nette Geschichten, und nur eine davon ist, dass an schlechten Tagen auch mal nur kaltes Wasser aus der Dusche in der Kabine kommt. Auch von Spinnweben und Schimmel ist hier und da die Rede, und Marco Sailer, der Mann mit dem Zottelbart beim SV Darmstadt 98, findet das gar nicht mal übel: „Die Gegner sollen sich ruhig ein bisschen ekeln“, hatte er einmal der „Sport-Bild“ gesagt. Manche sprechen sogar von der „Hölle am Bölle“, wenn es nach Darmstadt geht.

Die Mannschaft spielt für den Verein

Hier also, im marodesten Stadion der Liga, muss Schalke an diesem Samstag (15.30 Uhr) beweisen, wie es wirklich um die Mannschaft steht. Nach einer Woche der Kritik, die Trainer André Breitenreiter getroffen hat , hat Ralf Fährmann eine heftige Reaktion angekündigt : „Jetzt erst recht“, waren die Worte, die der Torwart gebraucht hatte. Indes hat Breitenreiter bereits relativiert: „Eine Mannschaft spielt nie für den Trainer – sie spielt für sich und für den Verein.“

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Natürlich ist es überhöht zu behaupten, dass das Wohl und Wehe von Schalke für diese Saison vom Spiel in Darmstadt abhängt. Aber die in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen können wohl nur mit einer überzeugenden Leistung und einem Sieg beim Aufsteiger rasch wieder eingefangen werden. „Wir haben gegen Bremen verloren und wollen uns in Darmstadt die drei Punkte zurückholen“, sagt Breitenreiter. Dass er in den Kampfmodus umgeschaltet hat, verdeutlicht aber auch folgende Bemerkung: Tore seien nun „das beste Mittel, um allen weh zu tun, die hinter dem Rücken schießen.“

Heldts Lob für „Schlingel Schuster“

Schwer zu sagen, ob Darmstadt dafür nun der passende Gegner ist. Einerseits steht es außer Frage, dass Schalkes Anspruch nur ein Sieg in Darmstadt sein kann. Andererseits ist der Aufsteiger eben genau der Gegner, der weh tun kann: Schalke hatte es schon beim Hinspiel erlebt, als es nur ein 1:1 gab und sich alle danach über die Mätzchen der Lilien aufregten – vom Zeitspiel bis zur rustikalen Gangart. „Ein Stück weit unter dem Radar“ nennt Schalkes Manager Horst Heldt den Weg, wie Darmstadt seine Punkte holt. Mit allen Mitteln. Und das meint er durchaus anerkennend.

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Für Heldt ist klar, wer dahinter steckt: Darmstadts Trainer Dirk Schuster. „Das ist ein Schlingel“, erklärt Heldt: „Der tut so, als wenn ihn kein Wässerchen trüben könnte, und dabei hat er es faustdick hinter den Ohren.“ Schalkes Manager imponiert die Masche, „wie er damit spielt, dass man seine Mannschaft nicht für voll nimmt – das macht er gut.“ Schuster reizt das Image des Underdogs jedes Mal aus, auch vor dem Spiel jetzt sagt er: „Schalke ist haushoher Favorit. Ein Heimsieg wäre sensationell.“

Breitenreiter sieht Darmstadt als etablierte Mannschaft

Verglichen wird Darmstadt oft mit Paderborn – im Vorjahr die Mannschaft, mit der André Breitenreiter erst in die Bundesliga auf- und dann wieder abstieg. Schalkes Trainer hat aber schon vor dem Hinspiel gesagt, dass er diesen Vergleich für unangemessen hält, weil Darmstadt nach dem Aufstieg eine Reihe erfahrener Profis verpflichtet hatte, die freilich woanders aussortiert wurden.

Heute setzt er noch einen drauf: „Das ist nicht der klassische Aufsteiger, sondern eine etablierte Mannschaft.“ Schalke sollte sie freilich trotzdem schlagen, damit es nicht auch auf dem Platz eine kalte Dusche gibt.

Manfred Hendriock

Kommentare
30.01.2016
15:36
Breitenreiter vor Schalke-Spiel in Darmstadt im Kampfmodus
von Ich_sach_ma_wat | #3

Schalke im Kampfmodus? Wenn das nicht mal wieder im Krampfmodus endet.
Meistens geht der Schuss nach großspurigen Ankündigungen ja nach hinten...
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Breitenreiter vor Schalke-Spiel in Darmstadt im Kampfmodus
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2016-01-29 21:01
sports, Bundesliga, Fußball, Schalke, Darmstadt, Breitenreiter, Heldt
Gelsenkirchen und Buer