Blau-weißes Herz schlägt in blau-weißem Haus

Und dann gab es ja auch die Geschichte mit Christos Papadopoulos. Der schrecklichste Moment auf Schalke?

Ja, das stimmt. Es ist ja bekannt, dass ich eine Herzkrankheit habe, es muss immer ein Defibrillator am Ort sein. Es war sonntags nach einem Spiel, wir haben nur was im Kraftraum gemacht. Auf einmal hieß es, dass unser Physiotherapeut Christos Papadopoulos umgefallen ist. Ich konnte da gar nicht hinsehen, bei mir kam alles hoch. Meine ganze Herzgeschichte. Unser Doc Thorsten Rarreck hat ihn reanimiert. Mit meinem Defibrillator. Ich habe Christos dann im Krankenhaus besucht und er sagte: Asa, dein Gerät hat mein Leben gerettet.

Haben Sie eigentlich keine Angst gehabt, mit einem Herzfehler Leistungssport zu betreiben?

Nein, gar nicht. Natürlich ist es ein Risiko, aber es hat nie einen Vorfall gegeben. Ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass ich so lange Fußball spielen konnte. Mein Glaube hat mich so stark gemacht, dass ich sage: Der Herr weiß, was er tut.

Wie geht jetzt mit Ihnen weiter, bleiben Sie auf Schalke?

Ich kann mir nicht vorstellen, etwas ohne diesen Verein zu machen. Schalke ist mein Leben. Ich bleibe wohl hier und werde Aufgaben als Repräsentant wahrnehmen. Ich freue mich auf die Zeit nach meiner Laufbahn. Aber es wird hart sein, nicht mehr jeden Tag auf dem Platz zu stehen.

Sind Sie eher der Managertyp, oder doch eher Trainertyp?

Eher der Co-Trainer-Typ. Für ganz oben wäre ich zu locker, glaube ich. Und als Manager? Eher der Assistent (lacht).

Stimmt es eigentlich, dass Ihr Haus blau und weiß ist?

Ja, das Dach ist blau, die Fassade weiß. Aber ich habe mir das nie so ausgesucht. Es war schon so, als ich es gekauft habe.

Ihr Sohn Jaden ist erst acht Jahre alt, aber schon ein ziemlich guter Kicker. Wünschen Sie ihm, dass er, wie der Papa, Fußballprofi wird?

Ein klares Ja. Es ist das Geilste, was man machen kann. Es ist kein einfacher Job, aber natürlich wünsche ich mir, dass mein Sohn Profi wird, wenn er das möchte. Es gibt nichts Besseres, als aufzustehen, zur Arbeit zu fahren und dann auf dem Platz zu stehen.

Wenn er Profi wird, dann aber doch sicher nur auf Schalke, oder?

Überleg mal, mein Sohn kommt zu mir und sagt: Papa, ich will zu denen da drüben. Nein, besser nicht. Also: klar, nur auf Schalke. (lacht)