Blau Weiß scheitert an sich selbst

Ufuk Ataman, Kapitän von Blau Weiß, liegt nach der verpassten Meisterschaft buchstäblich am Boden. Der
Ufuk Ataman, Kapitän von Blau Weiß, liegt nach der verpassten Meisterschaft buchstäblich am Boden. Der
Foto: Michael Korte

Schalke..  Am Ende scheiterte Blau Weiß an der eigenen Stärke. Mit einem Sieg gegen Hessler 06 wäre die Mannschaft vom Schürenkamp unabhängig von anderen Ergebnissen Meister geworden. Doch ausgerechnet die Mannschaft, die zuvor in 29 Spielen 123 Tore erzielt hatte, traf trotz zahlreicher Chancen nur zweimal. Das daraus resultierende 2:2 reichte nicht zur Meisterschaft. Denn Westfalia 04 und Genclerbirligi Resse siegten und zogen in der Kreisliga A2 noch an Blau Weiß vorbei.

Vor dem Spiel war die Euphorie auf Seiten der Gastgeber groß. Zwar wirkte Blau Weiß zunächst nervös, hatte aber nach zehn Minuten die große Chance zur beruhigenden Führung. Can-Enrico Oberschewen hatte im Strafraum den Ball, zögerte jedoch zu lange. Das rächte sich nur eine Minute später. Nach einem Fehlpass von Blau Weiß wurde Hesslers Laurin Wenzel sofort steil geschickt, der schob den Ball überlegt ins Tor ein (12.) – Blau Weiß war geschockt.

Doch nach kurzer Zeit rissen sich die Gastgeber zusammen und schnürten Hessler am Strafraum ein. Eine Ecke nach der anderen flog in den Strafraum, doch der Ball verfehlte mehrmals knapp das Tor der Gäste. Mitten in dieser Druckphase kassierte Blau Weiß den nächsten Rückschlag. Nach einem Konter fiel Laurin Wenzel im Strafraum, der Schiedsrichter gab Elfmeter. Den verwandelte Patrick Rüsenberg zum 2:0 (26.).

Doch Blau Weiß gab nicht auf und wurde dafür belohnt. Ufuk Ataman erlief sich einen langen Ball und prallte mit Hesslers Torwart Ajdin Mehmedagic zusammen. Auch hier entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, Sasan El-Zein verwandelte ebenfalls sicher (33.). Blau Weiß hatte nun Chancen im Minutentakt, doch die Gastgeber belohnten sich nicht für ihren Aufwand. Die besten Chancen hatten Sasan El-Zein und Ufuk Ataman, doch das Aluminium und der stark reagierende Ajdin Mehmedagic verhinderten den schon längst fälligen Ausgleich.

Der fiel dann aber nach der Pause. Nach einer schönen Kombination köpfte Ufuk Ataman den Ball freistehend über die Linie (60.). Blau Weiß merkte nun, dass der Sieg durchaus noch drin war. Hessler kam gar nicht mehr vor das Tor der Gastgeber, verteidigte aber auch gut. Trotzdem bot sich den Gastgebern noch einmal die große Chance zum Siegtreffer und damit zur Meisterschaft. In der 83. Minute gab es nach einem Kopfballduell im Strafraum der Gäste den zweiten Elfmeter für Blau Weiß. Sasan El-Zein trat erneut an, scheiterte aber am Gästetorwart. Auch danach konnte Blau Weiß den Ball nicht mehr im Tor unterbringen.

Nach dem Abpfiff saßen die Spieler der Heimmannschaft mit hängenden Köpfen auf dem Rasen. „Das Unentschieden war glücklich. Blau Weiß tut mir total leid, die haben schon jahrelang da oben mitgespielt“, sagte Hesslers Trainer Dominik Abel.

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