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Benjamin Mozian fährt frech ins Finale

26.06.2012 | 16:53 Uhr
Benjamin Mozian fährt frech ins Finale
Deutsche U-17-Meisterschaften im Rudern in Essen: Benjamin Mozian vom Ruderverein Gelsenkirchen wird im Junior-Einer Fünfter. Foto: Detlev Seyb

Essen. Da staunte Trainer Jochen Wittor nicht schlecht, als Benjamin Mozian im Junior-B-Einer frech ins Finale der Deutschen U-17-Meisterschaft fuhr. „Und das noch bei diesen schwierigen Bedingungen“, sagte der Coach des Rudervereins Gelsenkirchen, der am Ende nur noch strahlte. Benjamin Mozian wurde Fünfter (in einem Feld von 24 gemeldeten Booten), und Linda Battling erreichte exakt diese Platzierung im Juniorinnen-A-Doppelvierer.

„Mehr ging hier einfach nicht. Ich bin super zufrieden, wir haben die Erwartungen übertroffen“, resümierte Jochen Wittor, der am Dienstag schon wieder seinen nächsten Einsatz hatte: mit den Ruderern der Gesamtschule Berger Feld auf der Landesregatta in Essen. Auf dem Baldeneysee. Eben dort, wo der RV Gelsenkirchen schneller als erhofft wieder den Anschluss gefunden hat. „Neben den Ergebnissen haben die Sportler hier weitaus mehr mitnehmen können. Sie haben viel gelernt und werden davon in ihren nächsten Rennen profitieren.“

Krank: Schlagfrau Sophia Moenikes

Benjamin Mozian war auf der Internationalen Junioren-Regatta in Hamburg noch Achter. Obwohl er nicht durchgehend im Boot trainieren konnte, legte er in Essen eine ordentliche Schüppe drauf. Im Vorlauf, wo nur der Sieger weiterkam, hielt sich Benjamin Mozian zurück, um Kräfte zu sparen. Er wurde Dritter. Den Hoffnungslauf gewann er schließlich souverän und zog damit sicher ins Halbfinale ein. Das Ziel war erreicht. Dann aber machte er richtig Betrieb, fuhr hinter dem späteren Jahrgangsmeister Philipp Syring (Magdeburg) und Silbermedaillengewinner Max Appel (Schleswig-Holstein) unerwartet – und das zudem noch deutlich – auf den dritten Platz. „Seine Entwicklung sieht man daran, dass er dem Vierten 21 Sekunden abgenommen hat. In Hamburg war es noch ganz knapp zwischen den Beiden“, sagte Jochen Wittor. Dass Benjamin Mozian schließlich im Finale auch noch ein Boot hinter sich lassen konnte, war umso schöner für ihn und den RVG.

Der Start im Juniorinnen-A-Doppelvierer hing lange am seidenen Faden. Schlagfrau Sophia Moenikes (Waltrop) war plötzlich erkrankt, doch pünktlich zum finalen Rennen am Sonntag war sie wieder fit. Die Gelsenkirchenerin Linda Battling fuhr jedenfalls mit Sophia Moenikes, Maximiliane Sattler und Ina Zappe ein starkes Rennen, obschon das U-19-Quartett gegen die mit den besten Ranglistenruderinnen bestückten Boote nie den Hauch einer Chance hatten. „Wir kamen aber mit den Wellen besser zurecht als die anderen“, sagte Jochen Wittor. „Umso schöner, dass wir den Südvierer hinter uns lassen konnten und zeitweilig an Potsdam dran waren.“ Selten habe er so ein Rennen gesehen, in dem so viele Boote in den Wellen stehengeblieben seien. „Umso besser, dass wir als Kanalruderer auf diesem Acker zurechtkamen“, sagte er. Platz fünf war der verdiente Lohn.

Für Frederik Battling und Sebastian Werk (Junioren-B-Doppelzweier) sowie Maja Brouka (im Leichtgewichts-Juniorinnen-A-Doppelzweier mit der Duisburgerin Sierra Lippold) war nach Vor- und Hoffnungslauf erwartungsgemäß Schluss.

Detlev Seyb



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