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Fußball-Regionalliga

Ausgleich in der Nachspielzeit

20.11.2011 | 17:29 Uhr
Ausgleich in der Nachspielzeit
Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool / 19.11.2011

Wanne-Eickel.FC Schalke 04 II -
Borussia M’gladbach II1:1 (1:0)

Eigentlich warteten die Regionalliga-Fußballer des FC Schalke 04 II nur noch auf den Schlusspfiff, ihre Arme hatten sie zum Jubeln auch schon vorbereitet. Aber dann, als bereits die Nachspielzeit lief, fiel doch noch der Ausgleich, so dass die Partie des Tabellenfünften gegen den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach II vor lediglich 120 Zuschauern in der Wanne-Eickeler Mondpalast-Arena 1:1 (1:0) endete.

Obwohl sich Bernhard Trares, der Trainer der Schalker U 23, inzwischen daran gewöhnt haben müsste, dass seine Mannschaft ihre Heimspiele auf einem schrecklichen Un­tergrund austragen muss, wird ihn dieser holprige Rasen auch in den kommenden Wochen immer wieder beschäftigen. Diesmal, am Samstagnachmittag, wäre dieser Acker fast sogar ein großes Plus gewesen. „Wer bei diesen Platzverhältnissen führt, hat’s schon etwas leichter“, sagte Borussia-Trainer Sven Demandt und erhielt die prompte Bestätigung seines Gegenübers. „Dann musst du dich hinten reinstellen, und das hat Schalke auch gemacht.“ Positiv formuliert klingt das dann so. „Gladbach war dominant“, sagte Bernhard Trares, „aber wir haben uns super gewehrt.“

Aber das kann es doch nicht sein! Immer und immer wieder betonen die Verantwortlichen der Bundesligisten, dass ihre U-23-Teams Ausbildungsbetriebe seien. Vielleicht sollten die Richtlinien-Sheriffs der Regionalliga, die ja ab der kommenden Saison nicht mehr vom Deutschen Fußball-Bund, sondern vom Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband sein werden, mal mehr darauf achten, dass die elementaren Dinge stimmen und nicht den Zeigefinger heben, weil ein 5000-Zuschauer-Stadion keine 17 Blöcke hat, die durch hohe Zäune voneinander getrennt sind.

Weil’s eben mit dem Rasen in der Mondpalast-Arena nicht gerade einfach ist, technisch anspruchsvollen und somit attraktiven Fußball zu spielen, war auch schon der Führungstreffer der Schalker Zweiten kein Produkt hoher Fußball-Kunst. Nach einem Freistoß von Manuel Torres, der trotz seiner Bänderverletzung aus der Partie in Verl spielte, hatte Mönchengladbachs Keeper Janis Blaswich etwas die Orientierung verloren, als Alexander Langlitz und Frank Fahrenhorst zum Kopfball hochstiegen. Schließlich bugsierte der 34-jährige Kapitän den Ball in der 17. Minute zum 1:0 ins Netz. Borussia-Trainer Sven Demandt war seinem 20-jährigen Schlussmann aber nicht böse. „Er hat uns“, sagte er, „in vielen Spielen schon den Sieg gerettet.“

Nach dem Wechsel war deutlich zu spüren, dass die Mönchengladbacher Zweite zumindest einen Punkt mitnehmen wollte. „Wir haben viel dafür getan, hatten aber nicht die Chancen“, sagte Sven Demandt. In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Marcel Podszus aber doch noch zum 1:1, nachdem Schalkes Torwart Timo Hildebrand zuvor nicht einmal hatte ernsthaft eingreifen müssen.

Fahrlässige Konter

„Das ist schade, das ist traurig“, sagte Bernhard Trares. „Die Mannschaft hat super gekämpft und alles gegeben.“ Aber? „Wir haben das in der zweiten Halbzeit nicht gut gemacht“, sagte er und monierte das Verhalten seines Teams bei Kontern. „Da waren wir zu fahrlässig.“ So hätte etwa Kevin Pires-Rodrigues kurz vor dem Ausgleich das 2:0 machen können. Statt zu schießen, entschied er sich für einen Querpass. „So ist Fußball: Wenn du den Konter nicht setzt und das 2:0 nicht machst“, sagte Trainer Bernhard Trares.

Dann fällt halt noch das 1:1.

Andree Hagel

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