Aus dem Tabellenkeller in die Top Ten

Nach einer katastrophalen Hinrunde rissen die Rotthauser um Christian Czedzak (10) und Adam Targonski das Ruder noch einmal herum.
Nach einer katastrophalen Hinrunde rissen die Rotthauser um Christian Czedzak (10) und Adam Targonski das Ruder noch einmal herum.
Foto: Michael Korte

Rotthausen..  Die DJK TuS Rotthausen hat eine verrückte Saison in der Bezirksliga hinter sich. Trotz einer katastrophalen Hinrunde brachten sich die Südstädter rechtzeitig in Sicherheit, nachdem es lange ganz danach ausgesehen hatte, als ob sie in die Kreisliga A zurück müssten. Nach den ersten 16 von 32 Spieltagen war nur SW Wattenscheid 08 II schlechter platziert. Als Tabellenvorletzter mit nur neun Punkten auf dem Konto lag die DJK TuS bereits sieben Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Comebacks retten Rotthausen

Aber dann folgte eine Rückrunde, die an die überragende Hinrunde der Saison 2013/14 erinnerte. Nur die beiden Aufsteiger Wiemelhausen und Weitmar 45 schnitten im ersten Halbjahr 2015 besser ab. Mit 43 Punkten und 59:68 Toren landeten die Rotthauser in der Gesamtabrechnung sogar noch auf dem zehnten Tabellenplatz, zehn Zähler vor dem ersten von vier Abstiegsrängen. Der Kampf um den Klassenerhalt war bereits vor dem viertletzten Spieltag gewonnen.

„Die Rückrunde war einfach bombig. Hut ab vor der Leistung der Mannschaft“, schwärmte Thomas Kania, der sein Trainer-Amt bei der DJK TuS nach elf Jahren niederlegte und froh darüber war, dass er einen Bezirksligisten an seine gleichberechtigten Nachfolger Dave Hendann und Bastian Wernscheid übergeben konnte. Der Aufschwung in der zweiten Saison-Hälfte ist untrennbar verbunden mit den Namen Tobias Klein und Adam Targonski. Diese beiden Routiniers hatten ihre Schuhe nach dem dritten Platz des Vorjahres bereits an den Nagel gehängt. Aber sie waren, wie sich in der Hinrunde zeigte, nicht zu ersetzen. Thomas Kania gelang es dann in der Winterpause, das Duo zu einem Comeback zu überreden.

Die Rückrunde begann für die Rotthauser mit Tobias Klein und Adam Targonski mit einem Paukenschlag, mit einem 7:1 gegen die Polizei SV Bochum, gegen die man zum Saisonstart noch mit 0:3 verloren hatte. Zu den elf Niederlagen der ersten Serie kamen im weiteren Verlauf nur noch vier weitere hinzu, allerdings auch eine ganz happige. Die Rotthauser bekamen bei der Ausnahmemannschaft der Staffel 10, bei Concordia Wiemelhausen, mit 0:7 gehörig das Fell über die Ohren gezogen.

In der Rückrunde der Bezirksliga blieb die DJK TuS Rotthausen, abgesehen von ihren drei Dauer-Patienten Tobias Bahlmann, Dario Kokott und Jason Mazur, nahezu vom Verletzungspech verschont, ganz im Gegensatz zu den Monaten zuvor. Auch das war mit einer der Gründe dafür, warum es für die DJK TuS Rott­hausen in der Rückrunde deutlich besser lief.