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Auch positive Entwicklungen

28.12.2011 | 16:33 Uhr
Auch positive Entwicklungen
Trotz der sehr durchwachsenen Bilanz ist Trainer Chris Harris nach dem Ende der Hinrunde in der 1. Regionnalliga nicht ausschließlich unzufrieden. Foto: Sebastian Konopka

Hagen.   Nach der Vorrunde stehen sieben Siege und sechs Niederlagen auf dem Konto der Basketballer des FC Schalke 04. Im Gespräch: Trainer Chris Harris, der das Team eigentlich aus der 1. Regionalliga in die Pro B führen sollte beziehungsweise wollte.

Die Tabelle der 1. Regionalliga sieht nach 13 Spieltagen, also genau zur Halbzeit, gewiss nicht so aus, wie sie die Basketballer des FC Schalke 04 gerne im Dezember 2011 gehabt hätten. Von der Mission Aufstieg 2012 war vor der Saison die Rede. Vom Tabellenführer, von den Bochum AstroStars, trennen das Team von Trainer Chris Harris nach sieben Siegen und sechs Niederlagen allerdings schon zehn Punkte. Wir sprachen mit dem 32-jährigen Kanadier.

In dieser Saison ist bisher alles schiefgelaufen. Oder?

Harris: Ich sage Nein. Es ist doch viel Ungeplantes passiert, und wir hatten viele Schwierigkeiten: Verletzungen, der Tod des Vaters von Brett McKnight, Aufbauspieler ausgetauscht, abgehauen und wieder neu. Und außerdem muss man sehen, dass sich ein paar Dinge auch positiv entwickelt haben.

Zum Beispiel?

Die jungen Spieler haben mehr Einsatzzeiten bekommen und sich gut entwickeln können. Da wir so viele Schwierigkeiten und Hürden meistern mussten, sind wir auch breiter und besser aufgestellt. In der ganzen Abteilung ist alles enger zusammengewachsen.

Okay: Es ist unbestritten, dass es zahlreiche Probleme gegeben hat. Aber hätte von denen, die fit gewesen sind und gespielt haben, nicht etwas mehr kommen müssen?

Gerne hätten wir von Roman Hogräfer und Bastian Kordyaka mehr Leistung als Verletzungspech gesehen. Nikola Jovanovic hat zwei, drei Spiele quasi alleine gewonnen; aber er war nicht kon­stant, so dass er uns in anderen Spielen nicht so helfen konnte. Das gilt aber auch für Jan Letailleur oder Kevin Lehmann. Aber eigentlich hätte von uns allen mehr kommen müssen. Geklappt hat es nur einmal – ge­gen Citybasket Recklinghausen. (Anmerkung der Redaktion: Den Tabellenzweiten besiegten die Schalker Basketballer mit 79:75.)

Apropos Bastian Kordyaka: Wann dürfen wir denn endlich wieder mit dem Center rechnen?

Er trainiert schon wieder. Es wird allerdings dauern, bis er wieder 100-prozentig fit sein wird. Aber wir werden mit Basti wieder ein bisschen mehr Tiefe von der Bank haben.

Mal hypothetisch: Was glauben Sie, wo Ihre Mannschaft stünde, wenn Marc Sola López nicht der dritte, sondern der erste Aufbauspieler gewesen wäre, und alle Spieler gesund durch die Hinrunde gekommen wären?

Hervorragende Frage. Aber das ist schwierig zu sagen, und das wird wohl auch erst die Rückrunde zeigen. Ich glaube aber schon, dass wir mit einer gesunden Truppe oben hätten mitspielen können.

Das eigentliche Saisonziel, den Aufstieg in die Pro B, haben Sie abgehakt. Gilt jetzt alle Konzentration dem WBV-Pokal, der Titelverteidigung?

Volle Konzentration? Nee. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wenn wir den WBV-Pokal wieder holen sollten, müsste einiges gut laufen. Das wäre teilweise auch Glückssache. Nehmen Sie doch nur unseren nächsten Gegner: ein Oberligist, aber mit mehreren ehemaligen Bundesliga-Spielern ausgestattet. Dem Pokal gilt nicht unsere volle Konzentration. Wir haben noch andere Aufgaben und wollen in der Liga auch gut abschneiden.

Da kommt es ja gleich zum Start 2012 dick: am 12. Januar das Pokal-Achtelfinale bei der DT Ronsdorf und nur einen Tag später der Rückrunden-Start bei der BG Hagen. Ist das nicht blöd?

Das ist schon ein bisschen schwierig. Aber das ist ja auch alles von den Hallenzeiten abhängig; die sind nun mal so, wie sie sind. Manchmal lässt sich ja nicht einmal etwas ändern, selbst wenn es der Gastgeber will. Und: Diese Konstellation hatten wir bisher schon dreimal und haben zweimal danach das Ligaspiel gewonnen. Wer weiß? Vielleicht stärkt uns so eine Doppelschicht auch.

Andree Hagel

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