An Aufgabe ist nicht zu denken

Raphael Wilder und die Schalker Basketballer werden bis zum letzten Spieltag alles geben.
Raphael Wilder und die Schalker Basketballer werden bis zum letzten Spieltag alles geben.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
War’s das mit dem erhofften Aufstieg der Basketballer des FC Schalke 04 in die Pro B? Die Korbjäger aus Gelsenkirchen waren trotz einer großartigen kämpferischen Leistung der große Verlierer des vergangenen Wochenendes.

Gelsenkirchen..  War’s das mit dem erhofften Aufstieg der Basketballer des FC Schalke 04 in die Pro B? Die Korbjäger aus Gelsenkirchen waren trotz einer großartigen kämpferischen Leistung der große Verlierer des vergangenen Wochenendes.

Nach dem 80:83 nach Verlängerung bei den RheinStars Köln hat der Tabellenvierte der 1. Regionalliga den Anschluss nach ganz oben vorerst verloren. Die Kölner und die Grevenbroich Elephants haben jetzt einen Sieg mehr als die Schalker auf ihrem Konto, der Spitzenreiter UBC Münster sogar zwei. Zudem sprechen die direkten Vergleiche bisher gegen Königsblau.

Schalkes Head-Coach Raphael Wilder ist nicht der Typ, der vorzeitig die Flinte ins Korn wirft. „Es ist immer eine Chance da“, sagt er bei noch neun ausstehenden Spieltagen. „Die Saison ist noch nicht zu Ende.“ Und er verspricht: „Meine Spieler und auch ich werden bis zum Ende unabhängig von den Ergebnissen alles geben. Das erwarte ich von jedem. Wer dieser Erwartung nicht gerecht wird, kann nach Hause gehen.“

Auch RheinStars-Trainer Johannes Strasser sieht noch keine Entscheidung gegen die Schalker gefallen. Er hat sie nach wie vor auf der Rechnung und weiß spätestens seit Samstag, wie bärenstark die Königsblauen zurückkommen können, auch wenn es trotz eines 17:0-Laufes zum Ende des letzten Viertels nicht mehr zur Krönung der Aufholjagd langte. „Die Saison wird erst am letzten Spieltag entschieden“, sagt Johannes Strasser voraus. „In dieser Liga kann sich niemand zu sicher fühlen, wie auch unsere Niederlagen in der Hinrunde gegen vermeintlich schwächere Gegner dokumentieren.“

Welche Möglichkeiten der Emporkömmling aus Köln hat, zeigte sich einmal mehr am Samstag. Kurz vor dem Schalke-Spiel verpflichteten die RheinStars mit David Downs einen zusätzlichen Amerikaner. Für ihn musste Omari Knox draußen bleiben. Bei seinem Debüt konnte David Downs jedoch nicht überzeugen. Er machte nur zehn Punkte und hatte auch sonst keine guten Quoten.

So einfach auf die Schnelle einen neuen Spieler verpflichten, das würde wohl auch Raphael Wilder gerne, zumal er zumindest am kommenden Samstag gegen DT Ronsdorf und eine Woche später im Revier-Derby beim BSV Wulfen ohne den am Sprunggelenk verletzten Kevin Kern auskommen muss. Ein Kevin Kern in Top-Form, so wie am Samstag in der ersten Halbzeit in Köln, ist nicht gleichwertig zu ersetzen.

Auch wenn es tatsächlich nicht mehr zum Aufstieg reichen sollte, muss man den Schalkern bescheinigen, dass sie eine neue Basketball-Euphorie in Gelsenkirchen entfacht haben. In Köln und eine Woche zuvor gegen Giants Düsseldorf spielten sie vor nahezu ausverkauftem Haus - und das nicht nur wegen der Fußball-Fans aus der Nordkurve der Veltins-Arena, die an beiden Spieltagen für eine tolle Stimmung und somit eine beeindruckende Atmosphäre gesorgt haben.