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Achtbar aus der Affäre gezogen

11.06.2012 | 18:54 Uhr
Achtbar aus der Affäre gezogen

Schiltigheim.  Dreiband-Europapokal: GT Buer wird bei der erstmaligen Teilnahme im Finale Fünfter

Der Billard-Club Grüner Tisch Buer hat die Deutschen Farben beim Dreiband-Europapokalfinale in Frankreich sehr gut vertreten. Die Konkurrenz war zu stark für die Bueraner, die das erste Mal überhaupt am Coupe d’Europe teilgenommen und sich sofort für die Endrunde der besten sechs Teams qualifiziert hatten. Am Ende sprang der fünfte Platz für den GT Buer heraus.

In der Zentrale des Versicherungskonzerns Agipi waren viele Weltklassespieler vertreten, wie etwa die Führenden der Weltrangliste Frédéric Caudron und Dick Jaspers. Der Belgier Caudron war es auch, der im Finale gegen den FC Porto für die entscheidenden Punkte zum achten Sieg in Serie für das Team von AS Agipi sorgte, zu dem noch Marco Zanetti, Jérémy Bury und Jean-Christophe Roux gehörten.

Gegen den Futebol Clube do Porto bestritt GT Buer am Abend des zweiten Turniertages die entscheidende Partie um den Einzug ins Halbfinale. Doch gegen das Weltklasse-Quartett war bei der 0:8-Niederlage kein Kraut gewachsen. Buer hatte sich Chancen ausgerechnet, gegen die unteren beiden Bretter zwei Siege herauszuholen. Doch sowohl Uwe Kerls als auch Stefan Hetzel verloren – Kerls gegen Rui Manuel Costa 18:40 (28/29) und Hetzel gegen Joao Pedro Ferreira 26:40 (34). „Das ist die glücklichste Abwehr, die ich je gesehen habe“, sagte Stefan Hetzel während seiner Partie zu den Positionen, die der Portugiese ihm hinterließ. Im Anschluss war auch Jens Eggers ohne Chance und verlor mit 10:40 (18) gegen den Niederländer Dick Jaspers. Markus Galla dagegen hielt sich gegen den spanischen Weltranglisten-Vierten Daniel Sanchez sehr gut und unterlag nur mit 30:40 (25/26).

Überhaupt war es Markus Galla, der den Bueranern noch die Chance zum Erreichen des Halbfinales ermöglichte. Denn im ersten Spiel gegen die Academie de Billard de Clichy-Montmartre aus Paris sorgte er unter großem Jubel der insgesamt 20 mitgereisten Bueranern für das 4:4-Unentschieden. Stefan Hetzel gewann in der ersten Runde mit der besten Partie eines Bueraners in Schiltigheim gegen Richard Bitalis mit 40:23 in 31 Aufnahmen bei einem Durchschnitt von 1,290, während Uwe Kerls Jean Reverchon mit 16:40 (25/26) unterlag. Danach verlor Jens Eggers gegen den Weltranglisten-Zwölften Eddy Merckx mit 33:40 (27/28), bevor Markus Galla den Belgier Eddy Leppens nach großem Kampf mit 40:38 (38/37) besiegte.

Dass es aber für den Billard-Club Grüner Tisch Buer schwer werden würde, die Gruppenphase zu überstehen, hatte auch mit dem zweiten Match dieser Gruppe B zu tun. Hier trennten sich Porto und Clichy 4:4. GT Buer hätte also gegen Porto mindestens unentschieden spielen und acht Bälle Rückstand aufholen müssen. Ein fast unmögliches Unterfangen, wie sich später herausstellen sollte.

„Dieses 4:4 hat uns das Genick gebrochen. So waren wir gezwungen zu gewinnen“, sagte Stefan Hetzel kurz vor der Siegerehrung am vierten Tag. „Vom Kopf her hat es nicht gereicht. Bei einem Sieger in dieser Partie wäre unser Spiel gegen Porto vielleicht anders ausgegangen.“ Und der mit 39 Jahren Älteste im Bueraner Quartett ergänzte: „Wir wollten eine Partie gewinnen. Jetzt haben wir zwei gewonnen. Wir haben einmal unentschieden gespielt und sind nicht Letzter geworden. Man muss akzeptieren, dass die anderen Mannschaften stärker waren.“ Bis auf den BC Deurne aus Belgien, der in der Gruppe A beide Partien verlor und hinter GT Buer auf dem sechsten Platz des Finalturniers landete.

Von Stefan Andres


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