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Schiedsrichter-Vereinigung

100 Jahre mit der Pfeife

11.06.2012 | 18:20 Uhr
100 Jahre mit der Pfeife
100 Jahre Schiedsrichtervereinigung. Hier: Manfred Wichmann (Kreisvorsitzender) bei der Eröffnungsrede. Foto Robert Dyhringer

Erle.  Schiedsrichtervereinigung Gelsenkirchen/Gladbeck/Kirchhellen feierte das stolze Jubiläum mit einem Festakt in der Gerhart-Hauptmann-Realschule. Launige Reden und buntes Unterhaltungsprogramm.

Auch Schiedsrichter verstehen zu feiern: Die Vereinigung Gelsenkirchen/Gladbeck/Kirchhellen beging ihr 100-jähriges Bestehen in der Aula der Gerhart-Hauptmann-Realschule in einem würdigen Rahmen. Manfred Wichmann, Kreisvorsitzender und ehemaliger Bundesliga-Referee, begrüßte die fast 300 Schiedsrichter und Gäste. Bürgermeisterin Gabriele Preuß ging in ihren Grußworten auf die Verantwortung der Spielleiter ein.

Besonders in Erinnerung bleiben wird die Rede von Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland, der zwei Ereignisse zurück ins Gedächtnis holte. Zum einen die Geschehnisse am 30. Juli 1966 im Londoner Wembleystadion um das berühmte dritte Tor. Roland: „Der Schiedsrichter Gottfried Dienst und sein Assistent Tofik Bachramow sind untrennbare Namen im Zusammenhang mit dem Wembley-Tor. Kein Mensch könnte sich sonst noch an diese Personen erinnern.“

Ein weiterer Punkt in seiner Rede war eine „Merk“-würdige Entscheidung im Jahr 2001, welche die heimischen Schalker immerhin zum Meister der Herzen machte.

Für viel Heiterkeit sorgte auch das Geständnis des Gladbecker Stadtsportvorsitzenden Hartmut Knappmann, der von seiner einmaligen Schiedsrichter-Karriere bei einem D-Jugendspiel berichtete. Da kein Schiri vorhanden war, sprang er als Vater ein. Das Spiel endete unentschieden, aber alle schimpften über seine Leistung. Seitdem hat Knappmann eine Mordsachtung vor der Schiedsrichterleistung.

Geehrt wurde während der Veranstaltung auch, nämlich Kathrin Heimann für die Teilnahme beim Pokalendspiel der Frauen und Marcel Brinkpeter für die Beförderung in die B-Junioren-Bundesliga, beides vorgenommen vom VKSA Werner Schütte. Das Rahmenprogramm wurde von DJ Klaus und Susan Kent gestaltet, die mit einer „Divas Live“-Show begeisterte. Großen Anklang fand auch die Beamershow von Schiedsrichter Günter Scheid, der fast 400 Schiri-Bilder von Kollegen aus den letzten 60 Jahren zusammengestellt hatte.

Der Abend klang gegen Mitternacht aus – und zwar nur, weil fast alle Referees am Sonntag wieder auf dem Platz stehen mussten.

Ralf Wilhelm



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