1:2 – Horst verspielt eine Führung und wird bitter bestraft

Erndtebrück..  Die beste Nachricht des Sonntags kam für den SV Horst 08 aus Iserlohn: Dort hatte Hauptkonkurrent TuS Heven mit 1:2 verloren – so hatte die Horster 1:2-Niederlage beim TuS Erndebrück II wenigstens tabellarisch keine Folgen. Die Gelsenkirchener bleiben in der Westfalenliga auf einem Nicht-Abstiegsplatz, ärgerten sich aber dennoch maßlos über ihre Niederlage in Erndtebrück. Und das nicht nur, weil der Siegtreffer erst in der 88. Minute nach einem eigentlich schon abgewehrten Freistoß fiel – Anil Berber schob im Nachschuss ein. „Wir sind einfach nicht clever genug“, schimpfte Trainer Jörg Krempicki.

Denn bis dahin hatte nichts auf eine Niederlage hingedeutet: Die Gäste waren die spielbestimmende Mannschaft, auch wenn es in der ersten Halbzeit kaum Chancen gab. Und in der 55. Minute belohnten sie sich: Nach einer Ecke von Zoran Georgiev nickte der kleine Pierre Nowitzki zur Horster Führung ein. Doch danach zeigte sich wieder, dass der Aufsteiger beim Verteidigen von Standardsituationen immer noch Lehrgeld zahlen muss: Eine Freistoßflanke wurde ans lange Eck geschlagen, keiner hielt sich an die verabredete Zuteilung, so dass Erndte­brücks Manuel Müther ungehindert das 1:1 erzielen konnte (73.)

Kurze Zeit später ließ Daniel Schmidt die Riesenmöglichkeit liegen, die Gäste erneut in Führung zu bringen – eine Nachlässigkeit, die sich in der 88. Minute bitter rächte, als Berber der Siegtreffer für Erndtebrück gelang. Wieder war ein Freistoß der Ausgangspunkt, erneut war die Entscheidung von Schiedsrichterin Andrea Rath umstritten.

Dass die Unparteiische aus dem nicht weit von Erndtebrück gelegenen Olpe stammt, wollten die Horster aber nicht als Entschuldigung für die Niederlage anführen. Das wäre ihnen zu billig gewesen.