Zwei Vereine, ein Ziel: Klassenerhalt

Machte seinen Posten frei:  ETB-Trainer Dirk Cosanne.
Machte seinen Posten frei: ETB-Trainer Dirk Cosanne.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die B-Junioren von RWE und dem ETB müssen in der Rückrunde gegen den Abstieg in der Niederrheinliga kämpfen. Kai Hünninghaus versucht das Ruder herum zu reißen.

Sehr unterschiedlich fällt das Zwischenfazit bei den beiden Essener U17-Teams vor dem Rückrundenbeginn am 8. Februar und nach der ersten halben Spielzeit in der erstmals eingleisigen B-Junioren-Niederrheinliga aus. Während der Nachwuchs von Rot-Weiss zumindest teil- und streckenweise zu überzeugen wusste, lief beim Lokalrivalen ETB vor allem am Anfang so gut wie nichts zusammen.

RWE U16

Nach der Last-Minute-Qualifikation für die neue Liga war den Verantwortlichen der RWE U16 klar, dass es nur gegen den Abstieg gehen würde. Die Prognose bewahrheitete sich, nach der ersten Saisonhälfte rangiert die Mannschaft von Trainer Tim Lapaczynski als Neunter nur einen Zähler vor der Abstiegsregion. Wie eng es in der Liga zugeht, verdeutlicht der Fakt, dass zwischen Platz fünf und dem ersten Abstiegsplatz nur vier Punkte liegen. „Im Großen und Ganzen bin ich mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden“, sagt der Coach. Spielerisch wusste sein Team meistens zu überzeugen, jedoch haperte es in der Offensive: „Wir haben uns zu wenige Chancen erspielt und davon auch noch viel zu wenige ausgelassen“, moniert Lapaczynski. Zudem ärgern ihn die vielen Gegentore (28 bedeuten Ligahöchstwert) sowie die Auswärtsschwäche seiner Mannschaft. Gleichwohl ist er aber guter Dinge, die Klasse halten zu können: „Im zweiten Halbjahr haben U16-Teams ihre körperlichen Defizite meist deutlich reduziert. Das macht mir Hoffnung.“ Gleiches gilt für die Rückkehr des wiedergenesenen Burak Kalaycik. Er soll der wackligen Abwehr zur nötigen Stabilität verhelfen.

ETB Schwarz-Weiß

Der ETB erlebte nach der starken Vorsaison einen bösen Absturz und wird wohl bis zum Saisonende gegen den direkten Abstieg kämpfen müssen. Als derzeit schwächstes Heimteam und tabellarisch Vorletzter fehlen bereits fünf Punkte zum rettenden Ufer. Konsequenz des sportlichen Niedergangs war die Trennung von Trainer Dirk Cosanne. Für ihn übernahm Kai Hünninghaus, der bis dato in der Jugendleitung aktiv war und als solcher auch die meisten Spiele der ETB U17 live verfolgt hat. „Natürlich kann ich mit dem Abschneiden nur unzufrieden sein“, sagt er. In den meisten – in der Regel engen – Partien habe man sich durch „krasse individuelle Patzer“ selbst geschlagen, dies habe sich dann wiederum „negativ auf die Köpfe der Jungs ausgewirkt“. So waren dann auch mehrere Auftritte von kopflosem und ungeduldigem Agieren der Schwarz-Weißen geprägt. Zum Ende der Hinserie keimte jedoch nach zwei Siegen aus drei Spielen unter Hünninghaus wieder etwas Hoffnung auf: „Die Jungs haben sich niemals aufgegeben und noch ist die Qualifikationsrunde drin“, ist der Coach guter Dinge, was die Restserie anbelangt. Zumal mit Dominik Tautz (RWE) ein Zugang, aber kein Abgang zu verzeichnen ist.