Zwei Niederlagen zugleich für ETB

Gary Lee Johnson mit ETB Trainer Igor Krizanovic.
Gary Lee Johnson mit ETB Trainer Igor Krizanovic.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit dem 77:86 bei den Hamburg Towers verlieren die Essener auch den direkten Vergleich. Schwächste fünf Minuten ausgerechnet am Ende.

Hamburg Towers -
ETB Wohnbau 86:77 (45:43)

Die Viertel: 24:27, 21:16, 21:18, 20:16

ETB: Buljevic (23/davon 5 Dreier), Alexander (16), Johnson (15/3), White (9/1), Jost (7), Klöß (3/1), Baudinet (2), Hackenesch (2), Gebhardt, Oliver. Der Spielfilm: 2:6 (2.), 4:9 (3.), 13:13 (5.), 13:21 (7.), 22:27 (10.), 24:27 (10.), 26:31 (13.), 32:36 (15.), 34:41 (16.), 43:43 (19.), 45:43 (20.), 51:44 (22.), 55:50 (24.), 55:59 (26.), 63:59 (28.), 66:61 (30.), 68:67 (33.), 70:70 (34.), 77:74 (36.), 78:74 (38.), 80:74 (40.), 86:77 (40.).

Zuschauer: 3000

2015 beginnt für die ETB Wohnbau Baskets mit einer Niederlage: Der Basketball-Zweitligist (Pro A) unterlag am Sonntagnachmittag bei den Hamburg Towers mit 77:86 und gab nach dem knappen Hinspielerfolg somit auch den eventuell entscheidenden direkten Vergleich gegenüber den Hansestädtern ab.

„Man kann deshalb sicherlich von zwei Niederlagen sprechen, die wir heute kassiert haben”, so Trainer Igor Krizanovic frustriert.

Der Kroate versuchte sich frisch geduscht an einer Analyse: „Natürlich stellen sich die Gegner auf uns ein, wieder wurden unseren Aufbauspielern physisch sehr starke Jungs entgegen gestellt.” Er habe auch nichts gegen ein „physisches Spiel”, das er mit einigen Aktionen gegen Chris Alexander und Co. nicht einverstanden war, versuchte Krizanovic vorsichtig mitschwingen zu lassen.

Sein Team hatte losgelegt wie die Feuerwehr, traf gleich zu Beginn schwierige Würfe, allen voran Marco Buljevic tat sich mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Versuchen hervor. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entschieden haben, leider nicht zu unseren Gunsten”, so der Shooting Guard. Die Rebounds in (mit-)entscheidenden Momenten sicherte sich der Gegner, der ETB kam zudem in den letzten fünf Minuten kaum mehr zu freien Würfen - und vergab die wenigen Versuche zumeist überhastet.

Bis dahin war es ein munteres, schnelles Auf und Ab gewesen. Ein Spiel, das die Essener lange Zeit kontrolliert hatten - erst mit dem letzten Angriff der ersten Halbzeit gingen die Towers zum ersten Mal in Führung -, dann aber musste sich die Mannschaft einem offenen Schlagabtausch aussetzen. Ja, es war ein Spiel mit offenem Visier: Dem Nackenschlag kurz vor der Pause ließ die Krizanovic-Truppe nach den ersten Hamburger Aktionen eine 9:0-Serie folgen (59:55, 26.), Hamburg landete einen 8:0-Konter (59:63, 28.).

Ballverluste besiegeln Schicksal

Am Ende lieferten die Wohnbau Baskets die schwächsten fünf Minuten zum ungünstigsten Zeitpunkt ab, Ballverluste besiegelten schließlich das schwarz-weiße Schicksal. Mit den letzten Aktionen versuchte das Team noch den direkten Vergleich zu retten - auch das ging schief. „Wir waren nicht clever”, so Marco Buljevic. „Aber wir lernen weiter dazu.”