Zukunft in der Regionalliga
06.05.2008 | 17:50 Uhr 2008-05-06T17:50:00+0200Die Mannschaft soll bereits gemeldet sein.Opposition rechnet mit Kosten bis zu 200 000 Euro
EISHOCKEY ESC MOSKITOS Nun ist es offiziell: Der ehemalige Moskitos-Trainer Jari Pasanen (43) hat einen Zwei-Jahresvertrag bei den Schwenninger Wild Wings unterschrieben. Mit dem finnischen Coach wechseln Co-Trainer Anton Raubal sowie die Spieler Robin Sochan, Danny Albrecht, Mika Puhakka und Dean Beuker zum Eishockey-Zweitligisten. Für die Moskitos scheint es dagegen in der Regionalliga weiterzugehen. Die Mannschaft soll für die vierte Liga gemeldet sein.
Jari Pasanen wohnt noch in Essen. Seine Familie bleibt ohnehin für unbestimmte Zeit hier. Die neue Arbeitsstätte des ehemaligen ESC-Trainers liegt allerdings über 500 Kilometer vom Ruhrgebiet entfernt. Was der Trainer der WAZ bereits nach dem Viertelfinal-Aus der Moskitos bestätigt hatte, gab er gestern auf einer Pressekonferenz offiziell bekannt. Jari Pasanen übernimmt den Schwenninger ERC und bleibt der 2. Bundesliga erhalten. "Endlich kann ich mal einen Sommerurlaub genießen", sagt Pasanen. Dieser Luxus blieb ihm in den vergangenen Jahren verwehrt. Nach seiner Spielerkarriere leitete er das Sommertraining in Schweinfurt und Hannover. In seiner Zeit als Moskitos-Coach beschäftigte er sich Tag und Nacht mit der Kaderzusammenstellung.
Auch in Essen stehen Ver-änderungen an - gravierende Veränderungen. Denn die erste Mannschaft des ESC wird wohl künftig zwei Klassen tiefer antreten. Nach Informationen unserer Zeitung ist das Team bereits für die Regionalliga-Saison gemeldet. Sportlich scheint damit die Zukunft gesichert. Den Etat für eine Spielzeit in der vierten Liga schätzt Patrick Hammelmann, der zur Opposition des amteirenden Vorstandes zählt, auf 100 000 bis 200 000 Euro.
Die derzeitige Vereinsführung sieht keine Probleme hin-sichtlich des finanziellen Rahmens für die Regionalliga. "Soweit ist der Verein gesund", behauptet Vizepräsident Jürgen Konrad. "Die Regionalliga dürfte machbar sein. Mehr aber auch nicht." Ein Zukunft in der Oberliga wäre damit ausgeschlossen. Diese Möglichkeit hätte trotz der drohenden Insolvenz bestanden, wenn die Oberligaklubs der Aufnahme zugestimmt hätten.
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