Ziele noch in greifbarer Nähe

Die C-Junioren des Heisinger SV (blau).
Die C-Junioren des Heisinger SV (blau).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
C-Junioren des ETB in Lauerstellung. Aufsteiger SG Schönebeck setzt auf die Vielzahl an Heimspielen.

ETB Schwarz Weiß

Der Regionalliga-Absteiger hatte viele Wochen die Tabellenführung inne, feierte gleich dreimal (!) einen zweistelligen Kantersieg, stellt die beste Auswärtself und weist kurioserweise gemeinsam mit RWO die exakt gleiche Tordifferenz von 55:4 auf, was Liga-Bestwert bedeutet. Und dennoch liegen die Schwarz-Weißen nach einer Pleite gegen Homberg mit einem Zähler Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Bocholt nur auf Rang zwei. „Wir sind voll im Soll“, befindet Trainer Markus Sandach, der als Ziel schon vor der Saison nicht zwingend den sofortigen Wiederaufstieg, sondern die Top Drei ausgegeben hatte. „Die Mannschaft hat viel Qualität und einen tollen Kampfgeist“, lobt Sandach, weiß aber zugleich auch um die Schwächen: „Wir sind einfach nicht konstant genug und lassen zu viele Chancen liegen.“ Gerade gegen tiefstehende Gegner mangelte es zudem häufiger an der nötigen Geduld. Während es Björg Möller und Leon Bremer beide zum Lokalrivalen HSV zog, ging Alessandro Fehlings im Winter den umgekehrten Weg.

Heisinger SV

Der HSV gab vor der Saison die Top Vier, also die direkte Qualifikation, als Ziel aus und will von dieser Vorgabe auch noch nicht abrücken – trotz eines siebten Tabellenplatzes und zehn Zählern Rückstand auf eben jenen vierten Rang. „Leider haben wir viele Punkte verschenkt. Sonst sähe die Sache noch besser aus“, findet Coach Stephan Ruhmann, der den Klub angesichts von elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsregion als endgültig in der Liga etabliert erachtet. Er lobt die Moral seiner Mannschaft und freut sich, dass viele ehemalige Kreisklassen-Kicker eine starke Entwicklung hingelegt haben. Manchmal habe sich das Team jedoch zu sehr ausgeruht: „Es steckt viel mehr Potenzial in ihm, als es die Platzierung aussagt.“ Frappierend war der Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspielen: daheim langte es für den HSV nur zu vier Zählern, auswärts hingegen zu satten 13. Ruhmann: „In der Fremde sind die Jungs nicht so angespannt und viel lockerer aufgetreten.“ Für die Rückrunde konnte neben Björg Möller und Leon Bremer (ETB) auch Nimatullah Soltani (RWE) verpflichtet werden – „das Trio ist ein Glücksfall für uns“, freut sich Ruhmann.

SG Schönebeck

Aufsteiger SGS wurde der „Wuppertaler Gruppe“ zugeordnet, weshalb die Essener schon viele weite Auswärtstouren auf sich nehmen mussten, gerade auch, weil sie bislang erst drei Heimspiele absolviert haben. Das angestrebte Ziel – der Klassenverbleib – scheint noch erreichbar zu sein, jedoch bedarf es dazu eine deutliche Steigerung, denn momentan steht nur ein vorletzter Platz mit fünf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer zu Buche. „Dafür, dass wir quasi ohne Vorbereitung starten mussten und durchgängig immer einige Spieler verletzt waren, ist das noch im Rahmen“, findet Trainer Olja Music, zumal er diese Gruppe für deutlich stärker als die Parallelgruppe hält. Und obwohl die SGS daheim noch keinen Punkt landen konnte, stimmen ihn die vielen noch ausstehenden Heimspiele ebenso wie die Wintertests optimistisch: „Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, dann halten wir die Klasse.“