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Tischtennis, Europameisterschaft

Zhenqi Barthel holt Bronzemedaille

20.09.2009 | 21:30 Uhr
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Die Spielerin des TuS Holsterhausen verpasst in Stuttgart im Doppel nur haarscharf den Finaleinzug.

Wie dicht Jubel und Enttäuschung im Sport doch beieinander liegen können, bekam Zhenqi Barthel bei der Tischtennis-EM in Stuttgart zu spüren. Erst fiel die Bundesliga-Spielerin des TuS Holsterhausen nach dem Viertelfinalsieg ihrer Doppelpartnerin Kristin Silbereisen überwältigt vor Freude in die Arme. Nur wenige Stunden später lag sie zutiefst betrübt am Boden und ließ ihren Tränen freien Lauf.

Zwar ist die Bronzemedaille für die 22-Jährige ein toller Erfolg. Doch es war noch mehr möglich. Denn im Halbfinale standen Barthel und Silbereisen bei einer 3:0-Satzführung gegen das italienische Duo Nikoleta Stefanova/Wenling Tan schon mit mehr als einem Bein im Endspiel. „Sie haben ihre Taktik in den letzten Sätzen geändert”, sagte Barthel enttäuscht. Denn plötzlich lief beim deutschen Duo nicht mehr viel zusammen. Die Sensation blieb aus.

„So ist Tischtennis: Gestern haben wir knapp gewonnen, heute knapp verloren”, erklärte die Essenerin. Denn im Viertelfinale gelang es den Deutschen Meisterinnen im Doppel einen 0:3-Satzrückstand noch umzubiegen. Mit 11:9 im entscheidenden siebten Durchgang rangen Barthel und Silbereisen die Ungarinnen Krisztina Toth und Georgina Pota nieder, die immerhin als Titelverteidigerinnen angereist waren.

„Dieser Erfolg macht uns unglaublich stolz. Er zeigt, was wir für eine tolle Mannschaft haben”, kommentierte TuS-Sportdirektor Rainer Adams. Auch Elke Schall hätte er, wäre sie nicht verletzt gewesen wäre, eine erfolgreiche EM zugetraut. Darüber hinaus war auch die 17-jährige Kathrin Mühlbach mit in Stuttgart dabei. Neben ihrer Erstrunden-Niederlage im Einzel schaffte sie es im Doppel mit der Ex-Essenerin Laura Matzke immerhin ins Achtelfinale.

Im Einzel lief es für Barthel nicht nach Plan. Zwar wurde die Nummer 64 der Weltrangliste in den ersten beiden Runden ihrer Favoritenrolle bei lockeren 4:1-Siegen über Jana Tomazini (Slovenien) und Tessy Gonderinger (Luxemburg) gerecht. In Runde drei war aber Endstation. Barthel unterlag der Ukrainerin Margaryta Pesotska (1:4). Doch für das frühe Aus im Einzel gab es mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Doppel am Ende einen schönen Trost.

Benedikt Burgmer

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