„Wir wollen mit diesem Turnier auch neue Mitglieder anlocken“

Im Interview: Michael Marhofer, TC Bredeney
Im Interview: Michael Marhofer, TC Bredeney
Foto: Dieter Meier
Was wir bereits wissen
Bredeney Vorsitzender Michael Marhofer im Interview

Michael Marhofer, der als Vorsitzender und Motor den TC Bredeney aus seinem „Dornröschenschlaf“ erweckte, die Mitgliederzahlen in den letzten drei Jahren von 200 auf knapp 500 erhöhte und auch für den sportlichen Höhenflug im Leistungsbereich maßgeblich Pate stand, konnte mit der dritten Auflage der Bredeneyer Ladies Open ein weiteres erfolgreiches Kapitel der Vereinsgeschichte schreiben. Marhofer ist der Vorsitzende der Geschäftsführung einer internationalen Unternehmensgruppe mit mehr als 5200 Beschäftigten in 70 Ländern.

Sind Sie mit dem Verlauf des Turniers zufrieden?

Sehr sogar. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Es war ein tolles Feld am Start, das sich in jedem Jahr weiter verbessert hat. Mit der Siegerin Pauline Parmentier war erstmals eine Spielerin aus dem Feld der ersten Einhundert der Weltrangliste gemeldet. Wir haben nicht nur im Finale Spitzentennis gesehen. Wichtig ist für mich auch die familiäre Atmosphäre, von der dieses Turnier lebt und die unmittelbare Nähe der Besucher zu den Spielerinnen.

Warum nehmen Sie bei solch einem attraktiven Event keinen Eintritt?

Das war eine bewusste Entscheidung. Unser Konzept ist es, durch ein solches Turnier mögliche potentielle Mitglieder anzulocken und durch interessante Angebote an den Verein zu binden. Selbst eine Kasse wäre eine Barriere. Barrierefrei steht im Übrigen auch für den Weg vom Parkplatz auf die Anlage, die bisher nur über eine schmale Steintreppe zu erreichen war. Jetzt ist die Anlage zugänglich für Menschen in jeder Lebenssituation – mit Kinderwagen ebenso wie mit einem Rollator oder einem Rollstuhl.

Wird es eine Neuauflage im nächsten Jahr geben?

Daran besteht kein Zweifel. In der Diskussion ist im nächsten Jahr sogar eine Verdoppelung des Preisgeldes auf 50 000 US-Dollar. Das bedeutet allerdings, dass die Auflagen durch die Internationale Tennis Federation (ITF), die uns bereits ’grünes Licht’ gegeben hat, noch größer werden. Darüber hinaus müssten wir uns aber auch um die Aufstockung von Sponsorenverträgen bemühen.