Wesely gibt im Ruhr-Derby ihr Erstliga-Comeback
19.02.2010 | 21:38 Uhr 2010-02-19T21:38:00+0100
Essen.Im Moment lässt sich Inka Wesely von nichts und niemandem die Laune verderben. Nicht einmal vom aufkommenden Abiturstress. Erst einmal zählt für die 18-jährige Fußballerin der SG Schönebeck nur eines: das Bundesliga-Comeback.
Am heutigen Samstag ist es soweit: Beim Ruhrderby gegen den FCR Duisburg (14 Uhr, Am Hallo) kehrt Wesely nach fast einjähriger Verletzungspause zurück ins Erstliga-Geschäft.
Ihr letztes Punktspiel für die SGS bestritt die Abwehrspielerin am 1. März 2009. Kurz darauf zog sie sich bei einer Partie der U-19-Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss zu. „Das ist lange her“, erinnert sich Wesely mit einem Seufzer an den beschwerlichen Heilungsprozess. „Jetzt freue ich mich einfach, wieder dabei zu sein. Auch wenn ich nach der langen Pause ziemlich nervös bin.“
Eigentlich hätte Wesely schon viel früher wieder fit sein sollen. Vier bis sechs Monate, so hieß es nach der ersten Knie-OP, müsse sie pausieren. Aber Nackenschläge warfen sie immer wieder zurück. „Ich hatte erhebliche Bewegungseinschränkungen im Knie. Und ich bin auch nicht der Typ, der wieder schnell Muskulatur aufbaut.“ Im Juli jedenfalls musste Wesely erneut unters Messer. Bei einer Arthroskopie wurde Narbengewebe entfernt.
Aber es stellte sich zunächst keine Besserung ein. „Als ich noch im November Probleme bei der Streckung hatte, habe ich mich gefragt, ob das nochmal was wird“, gesteht Wesely. „Aber ich habe mir gesagt: Jetzt erst recht.“ Im Januar nahm sie erstmals wieder am Mannschaftstraining teil.
Vor genau zwei Wochen bestritt Wesely gegen den FSV Gütersloh im DFB-Pokal ihr erstes Pflichtspiel. Natürlich über 90 Minuten, denn SGS-Trainer Ralf Agolli drückte sein Vertrauen in die kopfballstarke Defensivkraft durch eine Stammplatzgarantie aus. „Klar, am Anfang funktioniert noch nicht alles. Aber ich habe den Anspruch, die gleiche Leistung wie vor der Verletzung zu bringen. Das Fußballspielen an sich verlernt man ja nicht“, sagt Wesely.
Gegen Duisburg ist sie in der Innenverteidigung beim Duell mit Nationalstürmerin Inka Grings gleich richtig gefordert. „Ich möchte jedes Spiel gewinnen“, sagt sie selbstbewusst. Klar, ein Sieg beim Erstliga-Comeback gegen den Reviernachbarn wäre eine feine Sache. Aber nachdem Ina Mester (Mittelfußbruch) ausfällt und zudem Kyra Malinowski und Melanie Hoffmann (beide Grippe) fraglich sind, sieht es danach eher nicht aus.
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