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Waspo: Rekordjagd zum Geburtstag

28.12.2012 | 18:02 Uhr
Waspo: Rekordjagd zum Geburtstag
Foto: Michael Gohl

Das Waspo wurde 100 Jahre alt. Zum Jubiläum wollten die Mitglieder für jedes Jahr einen Kilometer schwimmen. Es wurden 153,4 Kilometer.

Die feuchtwarme Luft wirkt auf die Besucher an diesem Tag wie ein Hammerschlag. Im Friedrichsbad kommt man sich fast vor wie in einer Sauna. Doch der Stimmung in der Halle tut das keinen Abbruch. Die Ränge voll, am Beckenrand herrscht ebenso reges Wuseln wie im Wasser. Gute Stimmung, keine Frage. Was auch kein Wunder ist: Der Schwimmverein Waspo Essen feierte einen runden Geburtstag: Er besteht seit nunmehr 100 Jahren.

Eine gemeinsame Jubiläumsfeier war dem Vorstand um den Vorsitzenden Detlef Winnacker besonders wichtig. Und so kamen viele Mitglieder, von klein bis groß, und jeder Einzelne sollte natürlich auch seinen Teil zur Geburtstagsparty der anderen Art beitragen. Der Waspo hatte sich etwas Besonders ausgedacht: Gemeinsam feiern hieß es und dabei gemeinsam eine beachtliche Strecke von 100 Kilometern schwimmen. Auch für einen reinen Schwimmverein ein durchaus ehrgeiziges Unterfangen.

Auf vier Bahnen schwammen insgesamt 112 Teilnehmer, als ob es um Titel und Platzierung ginge. Die Jüngsten machten den Anfang. Und als nach rund einer halben Stunde die Nachricht die Runde machte, dass man bereits 22 km bewältigt habe, wirkte die Stimmung fast schon euphorisch.

Der Vereins-Chef Detlef Winnacker war natürlich bestens gelaunt. Blieb aber trotz der fröhlichen Wettkampfstimmung zurückhaltend: ,,Nach teilweise schlechten Zeiten ist es ein schönes Gefühl, so ausgelassen dieses Jubiläum feiern zu können. Der Spaß hat heute absolute Priorität.“ Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung waren die Besuche von Essen Bürgermeister Franz-Josef Britz und Espo-Geschäftsführer Wolfgang Rohrberg, der den Gastgeber mit einem sehr persönlichen Geschenk überraschte: Rohrberg schwamm mit. Unter tosendem Applaus begrüßten die Waspo-Mitglieder und die Zuschauer auf den Tribünen die prominenten Gäste. Und kurz darauf gab es erneut Anlass zum Jubel: Denn nach einer guten Stunde waren es immerhin schon 35,7 km, die die Mitglieder bewältigt hatten.

,,Das schaffen wir!“, rief alsbald Detlef Winnacker optimistisch.Voller Stolz posierte er vor der von den Mitgliedern selbst erstellten Anzeigetafel, welche den aktuellen Stand der geschwommen Strecke präsentierte. So kämpfte jeder Teilnehmer an diesem Tag für seinen Waspo, ging bis an seine Belastungsgrenze und einige sogar darüber hinaus. Die 100 000 Meter Grenze musste geknackt werden! Und sie wurde geknackt. Aber nach gut drei Stunden waren es nicht nur 100 km, sondern am Ende hatten die Helfer am Beckenrand sagen und schreibe 153,4 km gezählt. Das ehrgeizige Ziel wurde um Längen übertroffen.

Ausgelassen jubelte die Halle, Vorstand, Mitglieder und Zuschauer genossen den Moment. Es war ein Tag, an den sich der Verein sicherlich noch sehr lange erinnern wird.

Pascal Strobel/Rolf Hantel



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