VVH Humann und das Wochenende der Wahrheit
02.02.2012 | 19:55 Uhr 2012-02-02T19:55:00+0100
Nach der Niederlage beim Schlusslicht VI Frankfurt befinden sich die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann weiterhin in akuter Abstiegsgefahr. Zwar haben die Essener als Drittletzter lediglich vier Zähler Rückstand zum Tabellenachten, doch so langsam sollten sie damit beginnen, die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zu sammeln. Als „Wochenende der Wahrheit“ bezeichnet daher Trainer Ingo Neupert den anstehenden Doppelspieltag mit den Heimvergleichen gegen den USC Braunschweig (Samstag, 19.30 Uhr) und den TSV Giesen/Hildesheim (Sonntag, 16 Uhr, beides Wolfskuhle).
„Eine der beiden Partien sollten wir gewinnen, sonst wird es langsam ziemlich duster“, findet Neupert vor den Duellen mit dem Vorletzten aus Braunschweig und dem Vierten aus Giesen. Und so fällt die Vorgabe für seine Mannschaft eindeutig aus: „Ein Spiel müssen wir gewinnen, um den Anschluss an die vor uns platzierten Teams zu wahren.“
Ins Auge gefasst haben die Essener dabei natürlich das Duell mit dem USC Braunschweig. Schließlich liegen die Niedersachsen mit 6:28 Punkten sogar noch zwei Siege hinter den Humännern zurück. Zudem hat der VVH das Hinspiel klar mit 3:1 für sich entschieden. „Allerdings müssen wir erst einmal sehen, wie sich die Braunschweiger präsentieren“, schränkt Neupert ein. Denn im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen agieren die Gäste mit einem neuen Zuspieler. Darüber hinaus haben sie auch den Libero zurück geholt, mit dem sie früher sehr erfolgreich waren.
Als „absolut richtungsweisend“ sieht Neupert die Begegnung, entsprechend wenig erfreut ist er über die personelle Situation seines Teams. Denn in Basti Lemke und Jonathan Krause sind gleich beide Liberos angeschlagen, auch der Einsatz von Kapitän und Zuspieler Jens Bräkling ist wegen Rückenbeschwerden extrem fraglich. „Das ist natürlich alles andere als ideal“, unterstreicht der Essener Trainer.
Die Tagesform dürfte den Ausgang der Partie gegen Braunschweig bestimmen, was gegen Giesen/Hildesheim nur in begrenztem Maße gilt. Denn der Vorjahresmeister ist den Humännern personell klar überlegen. Daher müsste der VVH schon einen Sahne- und der TSV einen ganz schwachen Tag erwischen, damit den Essenern ein Coup gelingt.
Doch schon in der Vergangenheit sind die Humänner gerade in solchen Begegnungen über sich hinaus gewachsen. Und eine Wiederholung wäre am „Wochenende der Wahrheit“ mehr als wünschenswert.
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