Von der kroatischen Wärme in die norwegische Kälte

Die Essener Beachvolleyball-Asse Katrin Holtwick, Ilka Semmler, Stefan Windscheif und Alexander Walkenhorst kommen momentan nicht zur Ruhe. Die Saison läuft auf Hochtouren, Zeit für große Pausen gibt es nicht. Sobald das eine Turnier beendet ist, startet wenige Tage später schon das nächste - Erholung gibt es nur im Flugzeug. So auch in dieser Woche.

Die Porec Major Series im bis zu 35 Grad warmen Kroatien sind beendet und waren für die Essener eher Urlaub als Wettkampf. Zumindest lässt das die Platzierung vermuten: Während Holtwick/Semmler immerhin auf Rang neun abschlossen, reichte es für Windscheif/Walkenhorst gerade mal zu Platz 17. „Noch mal mit einem blauen Auge davongekommen“, heißt es daher auf der Homepage der für den ETB startenden Herren. Auch im Lager von Holtwick/Semmler herrscht nach dem neunten Platz in Porec plus immerhin 11000 US-Dollar Preisgeld keine echte Zufriedenheit. „Da war mehr drin, aber am Ende fehlten der Glaube an die eigene Stärke und das Selbstvertrauen“, sagt ihr Trainer Thilo Backhaus. Nach den Turnieren in Luzern und Moskau landeten die Essenerinnen bereits zum dritten Mal auf dem neunten Rang. Dennoch blickt Backhaus auf einen guten Saisonstart zurück: „Ich bin damit glücklicher als 2014. Die Mädels arbeiten hart an sich und werden sich bald belohnen.”

Erschwerte Bedingungen

Vielleicht schon im norwegischen Stavanger. Dort gehen Katrin Holtwick und Ilka Semmler vom Seaside Beach Club Baldeney mit Selbstvertrauen an den Start. „Die Basis ist okay, aber nicht wirklich zufriedenstellend, weil wir wissen, dass wir mehr können“, so Semmler selbstkritisch. Doch die Kunst liegt darin, es auf den Sand zu bringen. Und da könnten die äußeren Bedingungen auch eine Rolle spielen. Denn nach den warmen Temperaturen im Süden Europas, müssen sich die Essener nun an die nordische Kälte Stavangers gewöhnen. Dazwischen liegen nicht nur 2000 Kilometer, sondern auch gut 20 Grad Temperaturunterschied. Nicht umsonst spricht Ilka Semmler daher von einem „sehr speziellen Turnier“. „Es ist sehr schön, wenn das Wetter gnädig ist, aber wirklich schwierig, wenn es kalt ist.“ Momentan sind es dort frische elf Grad. Semmlers Mitspielerin Katrin Holtwick mag diese Location daher nicht sonderlich: „Ehrlich gesagt, ist es mir zu nordisch.”

Doch auch in Norwegen können die beiden Essener Duos Weltranglistenpunkte sammeln. In den vergangenen Jahren landete Holtwick/Semmler in Stavanger jeweils auf Platz neun. Der Trend in diesem Jahr lässt zumindest vermuten, worauf es diesmal hinauslaufen kann.