Vogelheimer SV in Hinrunde zu unerfahren, harmlos und abwehrschwach

Harte Zeiten: Mohamed Bouazza vom Vogelheimer SV.
Harte Zeiten: Mohamed Bouazza vom Vogelheimer SV.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
„Wir sind jetzt nicht davon ausgegangen, dass wir um den Aufstieg mitspielen“, sagt Sascha Hense, Trainer des Fußball-Landesligisten Vogelheimer SV. Nein, nach dem großen Umbruch am Lichtenhorst und einem abgespeckten Etat durfte man tatsächlich keine Wunderdinge erwarten.

„Wir sind jetzt nicht davon ausgegangen, dass wir um den Aufstieg mitspielen“, sagt Sascha Hense, Trainer des Fußball-Landesligisten Vogelheimer SV. Nein, nach dem großen Umbruch am Lichtenhorst, nach einem erst in letzter Minute der vergangenen Spielzeit realisierten Klassenerhalt und einem abgespeckten Etat durfte man tatsächlich keine Wunderdinge erwarten. Der vorletzte Tabellenplatz mit nur sieben Punkten auf dem Konto – und einem Abstand von sieben Punkten auf das rettende Ufer – ist dann aber doch enttäuschend.

Und aus seinem Frust macht Hense auch keinen Hehl, wenn er sagt, dass er damit nun auch nicht gerade gerechnet habe. Doch der Coach nimmt seine Spieler in Schutz: „Wir sind eine junge Mannschaft, die dazu lernen wird.“ Es fehlte die Cleverness in der Hinserie, die Abgeklärtheit, um sich für gute Leistungen zu belohnen. Die Vogelheimer zeigten immer wieder, dass sie Fußball spielen können. Allerdings trafen sie zu selten das Tor (ganze 15 Mal, nur Bottrop und Königshardt erzielten weniger Tore), die Essener gerieten durch individuelle Fehler immer wieder auf die Verliererstraße. 38 Gegentreffer kassierte das Team – der schlechteste Wert der Liga.

Schießbude mit 38 Gegentoren

Nach einer Niederlagenserie zu Beginn der Saison schien mit den beiden Auswärtserfolgen in Bottrop (2:1) und in Königshardt (5:2) der Knoten geplatzt – es sollte mit dem 3:3 in Burgaltendorf nur noch ein Punkt dazukommen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Am heimischen Lichtenhorst gab es ausschließlich Pleiten, Pech und Pannen. Sascha Hense hat also viel zu tun, wenn er mit seinem Team am 20. Januar in die Wintervorbereitung startet. Der VSV-Trainer hat natürlich die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Wir werden alles in die Waagschale werfen, was wir haben“, gibt er sich aber kämpferisch.

Auch neues Personal soll helfen, das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen: Mittelfeldspieler Agron Ahmetxhekaj (Kettwig 08) und Defensivspezialist Genc Binge (SV Burgaltendorf) wechseln zur Winterpause zum Lichtenhorst, Ömer Özmen kommt vom SC Frintrop. Nun wird vor allem noch ein torgefährlicher Angreifer gesucht, um die Ladehemmungen vor des Gegners Kasten zu beheben.