Veranstalter des Legendenspiels in Essen verhandeln mit Raúl

So sieht ein glücklicher Weltstar aus: Raúl bei seinem letzten Heimspiel auf Schalke.
So sieht ein glücklicher Weltstar aus: Raúl bei seinem letzten Heimspiel auf Schalke.
Was wir bereits wissen
Im Duell der Legenden zwischen Deutschland und Spanien am16. November an der Essener Hafenstraße wird der ultimative Weltmeister gesucht. Die Veranstalter bemühen sich noch um Raúl - und es soll gut aussehen mit dem "Señor", der einst Schalke verzückte.

Essen.. Die Weltmeister von Bundestrainer Joachim Löw schwächeln zur Zeit, da müssen die Alten nochmal ran: Am 16. November kommt es im Stadion Essen zum ultimativen Showdown der Weltmeister-Nationen Deutschland und Spanien, wenn es auch ein Spiel aus der „Grauen-Schläfen“-Abteilung sein wird.

Und auf der Bank sitzt ein ganz Erfahrener: Otto Rehhagel hat praktisch ein Heimspiel, und den 76-Jährigen wurmt noch immer die jüngste 3:4-Niederlage gegen Portugal an gleicher Stätte, bei der er auch den deutschen Trainer gab. „Die Stimmung hier im Essener Stadion war fantastisch und für das Spiel gegen Spanien wünschen wir uns natürlich wieder ein gut gefülltes Stadion, immerhin geht es um die Ehre zweier großer Weltmeister-Nationen“, stachelt der Trainerfuchs das Interesse weiter an. Dem jüngsten U21-Auftritt am Dienstag gaben die Fußballfreunde mit nur 5128 Interessierten ja eher einen Korb. Und das an einer Stätte, an der man mit hochklassigem Fußball bekanntlich momentan ja nicht gerade verwöhnt wird.

Jahrhundertspiel Aber Legenden von einst ziehen da wohl immer noch eher als Max Meier und Co. So wird Rehhagel wohl klangvolle Namen im DFB-Dress auf den Rasen schicken können: Mit Guido Buchwald, Hansi Pflügler, Frank Mill oder Lothar Matthäus kehrt altweltmeisterlicher Glanz zurück, hinzu kommen mit Dariusz Wosz und Ulf Kirsten Spieler, die immer noch über eine große Portion Ehrgeiz verfügen. Nicht zu vergessen einer wie Mario Basler, dessen Stern einst bei RWE aufging. „Der Mario hat unglaublich abgespeckt, ihr werdet ihn auf dem Rasen kaum erkennen, höchstens an seinen Späßen“, flachst Ulf Kirsten bei einer Auftaktkonferenz am Mittwoch im Stadion. Der gebürtige Sachse hat jeweils einmal im DDR-Trikot als auch im DFB-Dress gegen Spanien gespielt – jeweils endete die Partie torlos.

Zur Vorbereitung eine Tasse Kaffee

Aber auch die spanische Fraktion ist nicht von schlechten Eltern: Mit Fernando Morientes, Miguel Angel Nadal, Julio Salinas oder Jon Goikoetxea sind die Gäste ebenfalls namhaft bestückt. Und Wim Vogel vom Veranstalter „die sportmanufaktur“ dreht noch ein ganz großes Ding: Weltstar Raúl soll mitwirken! „Zur Zeit verhandeln wir noch, und ich würde sagen, es sieht eher gut aus.“

Ein Grund mehr für die Deutschen und Dariusz Wosz, der noch selbst bei Union Bergen in der Keisliga A ab und an am Ball ist, sich gut vorzubereiten. Und wie sieht sie aus, die Vorbereitung? Wosz: „Nun, wir kommen an, trinken einen Kaffee – und dann geht es los.“ Ganz nach dem Beckenbauer-Motto: „Geht’s raus und spielt’s Fußball.“ Ja, ja, die gute alte Zeit. Als noch niemand auf die Idee kam, Laufstrecken zu messen.