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Baldeneysee-Marathon

Überraschungssieger am See

10.10.2010 | 21:09 Uhr
Überraschungssieger am See
48.RWE Tusem Marathon am Baldeneysee.

Überraschungssieg beim 48. RWE Marathonlauf „Rund um den Essener Baldeneysee.“: Neil Renault aus Edinburgh blieb mit 2:18:23 Stunden deutlich unter der Marke von 2:20 Stunden, obwohl er erst seinen vierten Marathon gelaufen war.

Sommerliche Temperaturen, familiäre Atmosphäre: Knapp 1650 Läufer hatten sich auf den Weg über die 42,195 Kilometer um den See gemacht. Der Sieger Neil Renault ist eigentlich Engländer und arbeitet als Spezialist für Blutanalysen in Schottland. Den 48. Essener Marathon gewann der 27-jährige als „Start/Ziel-Sieger“. Obwohl Laufexperten eigentlich bei Neil Renault ab Kilometer 30 einen Einbruch vorhersagten, kämpfte er verbissen um seinen Sieg. Und sagte im Ziel: „Ich habe mich über meine persönliche Bestzeit in meinem erst vierten Marathonlauf und über die tolle Betreuung während des Rennens sehr gefreut. Mein Vorbereitungstraining mit einem Wochenumfang von 200 Kilometern hat sich jedenfalls gelohnt.“

Der Sieger lobt nicht nur die Betreuung an der Strecke: „Die Stimmung am See war prächtig und die Laufstrecke schnell.“ Im Ziel hatte Neil einen Vorsprung von über 90 Sekunden. Auf den zweiten Platz folgte zum dritten Mal der Wattenscheider Manuel Meyer in 2:20:01 Minuten. Rang drei ging an den Vorjahressieger Dennis Pyka ((LG Telis Finanz), der in 2:21:51 Stunden durchs Ziel am Regattaturm lief.

Essen im Marathonfieber

Ihren dritten Marathonsieg in Essen gewann Silvia Krull von der LG Lage Detmold. Die 32jährige gewann mit ungewöhnlichem Laufstil in 2:45:59 Stunden. Zweite wurde Dorothea Frey (EK Schwalkheim, 2:48:07 Stunden). Auf den dritten Platz kam Fakja Hofmann (LG Regensburg, 2:51:18).

Riesenfreude gab es bei der besten Essenerin Silke Niehues (Tusem). Gesundheitliche Probleme machten der Grundschullehrerin vom Stadtwald Tage vor dem Start schwer zu schaffen. „Wenn man eine Verletzung nicht richtig einordnen kann, macht das schon vor dem Start einem schwer zu schaffen. Jetzt bin ich froh, dass alles gut verlief.“Kreismeister bei den Männern wurde Matthias Graute vom TRC Essen 84. Er belegte in 2:35:08 Stunden den fünften Platz.

Georg Lukas

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