Tusem zeigt sich von der schwachen Seite

Simon Keller war mit fünf Toren erfolgreichster Werfer beim Tusem.
Simon Keller war mit fünf Toren erfolgreichster Werfer beim Tusem.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Tusem-Trainer Mark Dragunski war angefressen, das war nicht zu überhören. In Aue konnte der Handball-Zweitligist nicht im Ansatz an die zuletzt noch so überzeugende Leistung gegen Eisenach (32:31) anknüpfen und ließ sich in der zweiten Hälfte einige Male regelrecht vorführen.

Tusem-Trainer Mark Dragunski war angefressen, das war nicht zu überhören. In Aue konnte seine Mannschaft nicht im Ansatz an die zuletzt noch so überzeugende Leistung gegen Eisenach (32:31) anknüpfen und ließ sich in der zweiten Hälfte in einigen Situationen regelrecht vorführen von den erfahrenen Gastgebern. „Das war wirklich nicht gut, was wir da gespielt haben. Und absolut nicht clever genug.“

Eine Halbzeit lang sah es allerdings in der Erzgebirgshalle noch ganz ordentlich aus. Obwohl der Tusem auch da schon Schwächen offenbarte und sich schwer tat im Angriff. Die Gäste hätten mit drei, vier Toren Vorsprung in die Pause gehen können, stattdessen stand es vor 1400 Zuschauern nur 10:10.

Als der zweite Durchgang begann, verloren die Essener gänzlich ihre Line und gaben die Partie aus der Hand. Statt mit Geduld und Übersicht die Aktionen vorzutragen, trafen sie oft falsche Entscheidungen und schossen mit überhasteten Würfen Aues Torhüter Petursson warm. Die Konter kamen postwendend und waren tödlich. Routinier Michael Hegemann scheiterte vom Siebenmeterpunkt beim Stand von 12:15, Aue baute den Vorsprung auf vier Tore aus. Dann verwarf Dennis Szczesny und musste wenig später nach einer harten Abwehraktion auf die Strafbank. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Mägi zum 18:13. Der Tusem war längst verunsichert, wollte jedoch mit Macht zurück ins Spiel, stellt sich dabei aber kopflos an und lief ins offene Messer.

Nach dieser Auswärtsniederlage hat sich die Lage im Abstiegskampf wieder etwas zugespitzt. Der Tusem ist jetzt punktgleich mit den Dormagenern, die den ersten Abstiegsplatz in der Zweitliga-Tabelle belegen. Am kommenden Freitag empfangen die Essener den Abstiegskandidaten Hildesheim (19.30 Uhr, am Hallo). Ein wichtiges Spiel.

EHV Aue -
Tusem Essen 26:19 (10:10)

Aue: Musil, Petursson - Meinhardt (2), Schäfer (1), Roch, Sommer (3), Sigtryggsson (3), Mägi (5/2), Faith (6), Gunnarsson (1), Runarsson (1), Paraschiv (1), Sigthorsson (3).

Tusem: Bliß, Donderis Vegas - Lindt (4/1), Hegemann (3/1), Trodler, Ridder, Ellwanger (1), Seidel (4/1), Keller (5), Szczesny (1), Hansen, Hornyak (1), Schlüter, Mürköster.

Schiedsrichter: Kilp/Maier.

Strafminuten: 4/8. Siebenmeter: 2/2 - 3/4.

Spielfilm: 1:2 (5.), 2:4 (8.), 3:5 (11.), 4:7 (16.), 7:8 (21.), 7:9 (24.), 10:10 (30. Hz.) - 16:12 (37.), 19:13 (40.), 20:14 (43.), 23:14 (50.), 25:17 (56.), 26:19 (59.).