Tusem will wieder kräftig zupacken

Paul Trodler und Michael Hegemann (TUSEM) gegen Daniel Reusch (TVN).
Paul Trodler und Michael Hegemann (TUSEM) gegen Daniel Reusch (TVN).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
ASV Hamm-Westfalen kommt an diesemFreitag als Tabellensechster in den Sportpark am Hallo.

25:24 gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Ebenso gegen die Rimpar Wölfe. 32:31 gegen den ThSV Eisenach. Niemand soll behaupten, dass Handball-Zweitligist Tusem keine Chance gegen Aufstiegsaspiranten hätte. An diesem Freitag ist der ASV Hamm-Westfalen um 19.30 Uhr im Sportpark am Hallo zu Gast.

Sieben Tage vor dem Saisonende kann man die Westfalen allerdings nur noch bedingt zu dem erlesenen Kreis jener Klubs zählen, die darauf hoffen dürfen, in der kommenden Saison in der selbst ernannten „stärksten Liga der Welt“ zu spielen. Als Tabellensechster hat das Team von Trainer Kay Rothenpieler fünf Punkte Rückstand auf den dritten Platz.

Die Aufgabe wird dadurch für die Essener allerdings nicht zwangsläufig einfacher. „Hamm hat schon eine gute Mannschaft“, sagt Tusem-Trainer Mark Dragunski. Besonders die Achse mit dem tschechischen Nationalspieler Ondrej Zdrahala (197 Tore/74 Siebenmeter) sowie Julian Possehl (98) und Markus Fuchs (85). Zur Rückrunde verstärkten sich die Hammer mit den beiden Rückraumspielern Jan-Lars Gaubatz (VfL Gummersbach) und Edgar Landim, der vom FC Porto ausgeliehen wurde.

Doch der Tusem spielt vor eigenem Publikum, und daran macht Mark Dragunski wieder einmal die Aussichten fest. „Wir dürfen nicht auf den Gegner schauen. Eine gute Leistung von uns ist die Basis. Dann sehen wir weiter“, betont Mark Dragunski. Die schwache Vorstellung beim 25:30 in Dormagen sollte nicht mehr in den Kleidern hängen. „Wir haben das analysiert und die Partie abgehakt.“ Dass Dormagen (etwa 69 Kilometer von Essen entfernt) und Hamm (etwa 76 Kilometer entfernt) nahezu im gleichen Umkreis liegen, soll die einzige Gemeinsamkeit der beiden Derbys bleiben.

Um den Hammern, einem weiteren Team aus dem oberen Drittel, ein Schnippchen zu schlagen, müssen die Essener allerdings über 60 Minuten hellwach sein und nicht – wie im Hinspiel – in den Schlussminuten den Faden verlieren. In Hamm führte der Tusem nämlich mit 26:25, um am Ende beim 26:28 mit leeren Händen dazustehen.