Tusem – wie er feiert und tanzt
12.02.2010 | 23:20 Uhr 2010-02-12T23:20:00+0100
Tusem
EHV Aue
28:22 (10:12)
Was für ein packendes Handballspiel. Erst Spannung pur. Und dann Karneval beim Tusem. Die Essener besiegten den EHV Aue mit 28:22 (10:12) und meldeten sich nach der Niederlage in Delitzsch eindrucksvoll zurück.
Bei dem Sieg gegen die Sachsen stellten die Mannen um Kapitän Ben Schütte die etwa 1400 Zuschauer allerdings auf eine mächtige Geduldsprobe. Lange Zeit sah es nämlich so aus, als sollten die Gäste die Punkte mitnehmen, obwohl sie bereits in der 4. Minute ihren Leistungsträger Alexander Matschos durch eine Knieverletzung verloren hatten.
Gegen eine Tusem-Sieben, deren Abwehr in der Anfangsphase nicht gerade durch beherztes Zupacken glänzte, führten die Gäste schnell mit 3:1 und ließen sich auch von einem zwischenzeitlichen 3:3 nicht irritieren. Die Essener scheiterten mehr als einmal an ihrem ehemaligen Mannschaftskollegen und Aue-Torwart Marek Skabeikis. So schüttelten die Zuschauer zum Beispiel nur den Kopf, als der Keeper Paul Trodler und Pasqual Tovornik innerhalb von Sekunden den Zahn zog. Und Tusem-Rückraumspieler Gerlich, vom Siebenmeterpunkt ein sicherer Schütze, gelang aus dem Feld heraus kaum etwas.
Nach zwanzig Minuten zog Essens Trainer Kristof Szargiej sein neues Ass aus dem Ärmel und schickte Zugang Milan Berka aufs Feld. Der 32-jährige brachte zumindest ein wenig Ruhe in die teils überhasteten Aktionen. Der Tusem pirschte sich wieder heran. Den zwischenzeitlich Fünf-Tore-Rückstand konnte er aber bis zur Pause (10:12) nicht aufholen, woran Torwart Jan Kulhanek noch am wenigsten Schuld traf.
Der zweite Durchgang begann vielversprechend. Durch Tore von Patrick Wiencek und Richard Wöss glichen die Essener aus, um danach fünf Treffer in Serie zu kassieren. Die Tusem-Fans gingen durch ein Wechselbad der Gefühle. War der erneute Fünf-Tore-Rückstand die „Hölle“, kam danach dann doch noch der Handball-Himmel. Der Tusem glich aus. Und als Berka in Unterzahl mit seinem ersten Tor für seinen neuen Klub auch die erste Führung zum 21:20 erzielte (53.), begann die Phase, in der die Mannschaft von Trainer Szargiej ihr Publikum für 50 Minuten Bangen entschädigte. Die Auer schauten wie paralysiert zu, wie allen voran Matthias Gerlich nun auch aus dem Rückraum traf oder wie Kreisläufer Patrick Wiencek seine Stärke ausspielte. Die letzten zwei Spielminuten spendeten die Fans stehend Applaus.
Der Rest war Feiern,
12:55
Wift, wo waren denn eigentlich nach den guten Spielen der Mannschaft Ihre lobenden Kommentare-muss ich wohl überlesen haben?! Oder gehören Sie zu den miesepetrigen Fans, die immer nur einen Grund zum Stänkern suchen? Ich bin mir sicher, dass jeder der Spieler gestern sein Bestes gegeben hat - und immerhin haben Sie den Gegner so beansprucht, dass der in den letzten 20 Minuten eingebrochen ist!
Gott sei Dank haben die Jungs einen Trainer an Ihrer Seite, der Ihnen immer wieder Vertrauen und Sicherheit gebt und an Sie glaubt, denn nur so werden sie irgendwann die Hektik und Nervosität ablegen und besonnener spielen. Und nur ihm steht es zu konstruktive und kompetente Kritik bei den Spielern anzubringen zu den Fehlern, die gestern zugegebenermaßen reichlichst vorhanden waren.
Fans wie Wift dürfen künftig getrost daheim im Keller sitzen bleiben-die Mannschaft braucht Unterstützung von Zuschauern, die in guten und in schlechten Zeiten zu ihrer Mannschaft steht und ihnen vor allem dann den Rücken stärkt wenn´s nicht läuft!!!
10:41
Die 1. Hälfte war grottenschlecht. Die Baustelle rechter Rückraum bleibt Zu loben ist der Kampfgeist, der den von mir nicht mehr erwarteten Umschwung bewirkt hat. Als Folge dessen bin ich beglückt nach Hause gefahren. Milan Berka hilft garantiert dem TuSEM weiter. N.m. Meinung hätte er eher eingewechselt werden müssen. Für mich war er der Matchwinner.
08:51
@1: Warum so negativ, von Wilft??? Ich kenne Spiele, da stehen die Zuschauer in den letzten zwei Minuten nicht, da sind sie längst nach Hause gegangen ... Hat doch riesig Spass gemacht, der Besuch gestern beim TuSEM-Spiel !
Na gut, dass Team kam schwach aus der Winterpause. Aber die Aufholjagd war grandios. Spielentscheidend, was Herr Meuer leider nicht berichtete, war die Tatsache, dass TuSEM in der 2. Halbzeit den Aue-Mittelmann Meinhardt eng deckte. Plötzlich brach das Angriffsspiel der Südsachsen zusammen.
Auf der anderen Seite versuchte Aue das gleiche Mittel gegen Berka. Klappte jedoch nicht, denn TuSEMs Angriff nutzte nun die Freiräume.
Kompliment auch an Paul Trodler (#13), der als einziger beim hohen Rückstand Emotionen zeigte und seine Mitspieler wachrüttelte.
Dass in den letzten zehn Minuten der Funke von den TuSEM-Spielern auf die Zuschauer übersprung, begeistert uns als Fans auch noch tags nach dem Spiel.
Gewaltig! Hat riesig Spass gemacht. Miesmacher wie von Wilft sollten sich schämen und in die Ecke stellen: Wofür kaufen Sie überhaupt eine Eintrittskarte?
22:56
Eine der schlimmsten ersten Halbzeiten die ich von TUSEM gesehen habe, folgte eine zweite, deren glücklicher Sieger dann die Heimannschaft war. Das war z.T. Handball zum Abgewöhnen, mit Spielzügen, die keinem Lehrbuch entstammen.
Die Mannschaft steht nicht zu Unrecht dort unten in der Tabelle und doch ist es immer verwunderlich, wie sich die Mannschaft aus dem Sumpf ziehen kann. Heute hat ein stark nachlassender Gegner allerdings auch dazu beigetragen. Es ist und bleibt bis zum Klassenerhalt noch ein dorniger und steiniger Weg.
Auch wenn Herr Mauer das Team stark redet, was Gerlich und Tovornik zum Teil boten war nicht mit anzusehen. Und Herr Mauer: beim Handball ist es eigentlich immer so, dass die Zuschauer die letzten zwei Spielminuten stehen!