Tusem: Vorhang auf zum zweiten Akt
10.02.2012 | 19:25 Uhr 2012-02-10T19:25:00+0100
„Go East“ heißt es am Sonntag für die Zweitliga-Handballer des Tusem. Gut 460 Kilometer, vier Tabellenplätze vier Punkte trennen das Team von Trainer Maik Handschke vom Gastgeber DHfK Leipzig (17 Uhr, Ernst-Grube-Halle). Besonders den vergleichsweise geringen Punktestand nimmt Maik Handschke zum Anlass, seine Spieler darauf einzuschwören, dass es in Sachsen keinen Selbstläufer geben wird. Die Leipziger haben eine aggressive Abwehr. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und trotzdem unser organisiertes Angriffsspiel aufziehen.“ Dass durch die Meniskus-Verletzung des 2,05-Meter-Hünen Cristian Telehuz ein Baustein aus dem Leipziger Mittelblock herausbricht, misst Maik Handschke keine vorentscheidende Bedeutung zu. „Sie haben Alternativen“, weiß der Tusem-Trainer. Im Angriff spielte der routinierte Kreisläufer ohnehin meist hinter Thomas Oehlrich. Die Hauptstärke der Sachsen sieht Maik Handschke in deren Eingespielheit. Ein Teil der DHfK-Akteure wechselte samt Trainer Uwe Jungandreas von Concordia Delitzsch nach Leipzig, als Delitzsch vor zwei Jahren keine Lizenz für die damalige 2. Liga Nord erhielt.
In den letzten vier Punktspielen zeigten die Leipziger verschiedene Gesichter. Aus den Heimspielen gegen TV Bittenfeld (31:32) und HC Erlangen (26:27) kamen sie jeweils als Ein-Tor-Verlierer. Beim DHC Rheinland (34:33) und bei der HSG Düsseldorf (25:25) sahen die Mienen der Sachsen freundlicher aus.
Im Hinspiel zum Saisonauftakt am Hallo schrammten die Leipziger knapp an einem Punkt vorbei (27:26). „Es war das erste Saisonspiel, da gab’s im Vorfeld noch nicht so viel Videomaterial vom Gegner“, nennt Maik Handschke einen Grund, warum seine Mannschaft mit den Sachsen zumindest eine Halbzeit ihre liebe Mühe hatte. „Am Ende haben wir sie dann aber ganz gut im Griff gehabt“, erinnert er sich. Den Leipzigern gehörten seinerzeit in der Schlussphase die letzten drei Treffer, wodurch das Ergebnis freundlicher ausfiel.
„6-4-0 gegen 5-5-0“ könnte die Partie in Leipzig mit Zahlen betitelt werden. Die Leipziger haben sechs ihrer zehn Heimspiele gewonnen, vier verloren. Der Tusem hat jeweils fünf seiner Auswärtsspiele verloren und gewonnen. Unentschieden sind auf beiden Seiten Fehlanzeige.
„Die Fehlerquote muss sinken“, heißt das Leipziger Motto nach der jüngsten Niederlage gegen Erlangen. Worte, die trotz der geographischen Entfernung verbinden könnten. Denn die jüngste Niederlage in Schwerin hatte sich der Tusem größtenteils selbst zuzuschreiben.
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