Tusem tanzt nach 25:24 Sieg über Nordhorn unterm Tannenbaum

HSG-Kreisläufer Luca de Boer hatte es gegen die Tusem-Deckung mit Paul Trodler und Michael Hegemann (r.) schwer.
HSG-Kreisläufer Luca de Boer hatte es gegen die Tusem-Deckung mit Paul Trodler und Michael Hegemann (r.) schwer.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Tanzen unterm Tannenbaum. Nun, ganz so geschmeidig war es nicht, was die Spieler des Handball-Zweitligisten Tusem Essen nach dem Schlusspfiff am Hallo aufs Parket legten, aber das Herz, das hüpfte vor Freude und Erleichterung. Dem Gastgeber ist mit dem 25:24 gegen die HSG Nordhorn ein Coup gelungen.

Tanzen unterm Tannenbaum. Nun, ganz so geschmeidig war es nicht, was der Tusem nach dem Schlusspfiff am Hallo aufs Parket legte, aber das Herz, das hüpfte vor Freude und Erleichterung. Erst eine flotte Polka, bei der die Zuschauer begeistert mitklatschten, dann: „So ein Tag, so schön wie heute“. Mein Gott, das haben die Handballer am Hallo lange nicht mehr gehört. Aber das beweist nur, dass dem Gastgeber mit dem 25:24-Sieg ein überraschender Coup gelungen ist, dass er gegen den Tabellendritten aus Nordhorn zwei „Big Points“ geholt hat im Abstiegskampf. Mit diesem Erfolgserlebnis zum Start der Hinrunde wirken die Mienen auf der Margarethenhöhe wieder etwas freundlicher, nachdem sie vor einer Woche noch ziemlich finster blickten.

Vom Tabellenzweiten aus Bittenfeld war der Tusem mit einer 17:37-Packung heimgekehrt. Die Mannschaft war dort völlig auseinandergebrochen. Und deshalb hatte der eine oder andere Fans wohl nicht erwartet, dass Trainer Mark Dragunski so schnell den richtigen „Kitt“ finden würde, um die Spieler wieder zu einem Team zusammenzusetzten.

Starker Torwart, starke Abwehr

Dragunski hatte gefordert, dass man endlich wieder eine gute Leistung vor eigenem Publikum zeigen müsse. Und seine Jungs hielten sich daran. Sie wirkten konsequent und entschlossen, waren gedanklich oft schneller als der Gegner, der sich an der starken, engagierten Essener Deckung aufrieb und die Bälle verlor. Torhüter Sebastian Bliß hatte am Ende rund 20 Paraden auf dem Konto. Im Angriff fanden die Gastgeber häufig die richtige Antwort. Mal von Außen, mal über den Kreis, mal aus dem Rückraum. Der Tusem war flott zu Fuß, auch in der Rückwärtsbewegung. Er hatte Zug zum Tor und Tempo. Die Liste der Torschützen spricht für ein variables Angriffsspiel, während bei Nordhorn Bobby Schagen mit 12/6 Treffern herausragte, der Rest aber deutlich abfiel.

Selbst Carsten Ridder, ansonsten mehr defensiv im Einsatz, übernahm diesmal Verantwortung und warf eine 20:13-Führung heraus (37.). Doch das war längst nicht die Entscheidung . Es wurde spannend, richtig spannend. Nur noch mit 23:20 führte Essen, als Kapitän PaulTrodler seine dritte Zeitstrafe kassierte und Rot sah. Nordhorn hatte allmählich einen Rhythmus gefunden, auch weil die nunmehr offensiven Deckungstaktik dem Gegner nicht ganz so behagte. Verjans verkürzte auf 24:25. Noch knapp 60 Sekunden. Auszeit Tusem. Noch 35 Sekunden: Simon Keller scheitert an dem guten HSG-Keeper Björn Buhrmester. Auf der anderen Seite pariert erneut Bliß. Auszeit Nordhorn. Noch neun Sekunden. Doch der letzte HSG-Angriff misslang, Jens Wiese setzte den Ball neben das Tor, deutete zwar ein Foulspiel an, doch da tanzte der Tusem bereits. Und die Zuschauer jubelten. Die Gastgeber hatten die Nerven behalten, etwas Glück gehabt und sich für eine gute Leistung mit zwei Punkten belohnt.

Tusem Essen -
HSG Nordhorn 25:24 (14:11)

Tusem: Bliß, Donderis Vegas - J.Ellwanger, Keller (3), Hegemann (6/1), Hansen (3), Seidel (2), Hornyak (2), Szczesny (2), Ridder (3),, Trodler (4), Mürköster.

Nordhorn: Buhrmester, Bartels - Verjans (1), Schumann, Leenders (1), Mickal (1), Miedema (1), Meyer (1), Schagen (12/6), Terwolbeck. de Boer (1), Kintrup (1), Wiese (5).

Schiedsrichter: Behrens/ Fasthoff.

Zuschauer: 1973.

Strafminuten: 8/2. Bes. Vorkommn.: Rot für Trodler (55.Tusem, 3x2 Min.).

Siebenmeter: 1/1 - 6/6.

Spielfilm: 3:3 (6.), 5:5 (11.), 7:5 (15.), 11:7 (23.), 14:9 (29.), 14:11 (30.) - 18:12 (36.), 21:15 (40.), 22:17 (48.), 23:20 (54.), 24:22 (56.), 25:24 (59.).